50 Jahre Ende des Vietnamkriegs: Riesige Feiern geplant
21.04.2025 - 06:09:31 | dpa.deVietnam bereitet sich auf einen ganz besonderen Feiertag vor: Am 30. April vor 50 Jahren endete der Vietnamkrieg mit der Eroberung der sĂŒdvietnamesischen Hauptstadt Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt) durch nordvietnamesische Truppen. Bei den Vietnamesen heiĂt der Krieg wegen des Eingreifens der USA «Amerikanischer Krieg».
Bereits seit Wochen wird die Metropole mit Plakaten, Schildern und Leuchttafeln gepflastert, die die Wiedervereinigung des Landes und den Frieden feiern. Vor dem Wiedervereinigungspalast - einem der Wahrzeichen der Stadt - werden in diesen Tagen aufwendig BesuchertribĂŒnen aufgebaut. Denn hier soll am Jahrestag eine riesige MilitĂ€rparade mit 13.000 Teilnehmern und groĂer Flugshow stattfinden.Â
10.000 Drohnen und Mega-Feuerwerk
Geplant ist zudem eine gigantische Lichtshow mit mehr als 10.000 Drohnen - die bisher gröĂte in der Geschichte des sĂŒdostasiatischen Landes. Ein Mega-Feuerwerk, das von 30 Standorten abgeschossen wird, soll den Himmel ĂŒber der Stadt erleuchten.
Schon seit Wochen verzeichne Ho-Chi-Minh-Stadt deutlich höhere Besucherzahlen als normalerweise, erzĂ€hlen Einwohner. Besonders das beeindruckende Kriegsmuseum (War Remnants Museum) mit Exponaten wie Panzern und Original-Flugzeugen der US Air Force sowie das berĂŒhmte Tunnelsystem der nordvietnamesischen Vietcong in Cu Chi (zwei Stunden auĂerhalb der Stadt) erleben gerade einen Massenandrang.
Worum ging es bei dem Krieg?
Der Vietnamkrieg begann kurz nach der UnabhĂ€ngigkeit Vietnams von der Kolonialmacht Frankreich. Ab 1955 kam es zu einem Krieg zwischen dem kommunistischen Norden und dem westlich orientierten SĂŒden in dem gespaltenen Land. Ab 1964 griffen die USA mit Luftangriffen und Bodentruppen massiv in den BĂŒrgerkrieg ein, um den Kommunismus zurĂŒckzudrĂ€ngen.Â
Washington setzte dabei die Brandwaffe Napalm und hochgiftige Chemikalien wie das Pflanzengift Agent Orange ein. Dieses fĂŒhrte auch bei den folgenden Generationen noch zu schweren Fehlbildungen bei Kindern, zu Tumoren und anderen verheerenden Erkrankungen.Â
Nach weltweiten Protesten und militĂ€rischen Misserfolgen mit mehr als 58.000 toten amerikanischen Soldaten zogen sich die USA 1973 aus dem Krieg zurĂŒck. Es gilt bis heute als eine der schwersten militĂ€rischen Niederlagen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
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