Berlin bereitet sich auf mögliche PrÀsidentschaft Trump 2.0 vor
04.03.2024 - 04:00:00"Von den Kanadiern können wir dabei besonders viel lernen, sie hatten sich schon auf Trumps Wahlerfolg 2016 exzellent vorbereitet." Mit Blick auf die von Trump kĂŒrzlich infrage gestellte Beistandsklausel der Nato appelliert Link an Deutsche und EuropĂ€er, sie sollten "alle AnkĂŒndigungen Donald Trumps ernst nehmen" und sich "nicht in falscher Sicherheit wiegen". Die Nato mĂŒsse sich auf seinen möglichen Sieg vorbereiten, "aber stets mit den Amerikanern gemeinsam". Vielleicht lasse sich Frankreich dafĂŒr gewinnen, "in die nukleare Planungsgruppe der Nato zurĂŒckzukehren", sagte Link. Die Bundesregierung rechnet im Fall eines Trump-Siegs weniger mit einem Nato-Austritt der USA als mit einer SchwĂ€chung der Nato durch die USA. "Es droht gar nicht so sehr der Nato-Austritt der USA, sehr wohl aber die Aushöhlung der Nato durch Trump 2.0 von innen, und das wĂ€re ein Worst-Case-Szenario", sagte Link: "Wenn die USA in einem Szenario Trump 2.0 zwar einerseits in der Nato blieben, sich andererseits aber nicht an die Beistandsgarantie nach Artikel 5 des Nato-Vertrags hielten, wĂŒrde ihre AbschreckungsfĂ€higkeit unglaubwĂŒrdig. Eine solche Aushöhlung der Nato von innen spielte vor allem Putin in die HĂ€nde." Trump sei "in der konkreten AuĂenpolitik kein Mann von Prinzipien, sondern in gefĂ€hrlicher Weise anfĂ€llig fĂŒr Schmeicheleien und fĂŒr Stimmungen. Er ist unberechenbar und sprunghaft. Das ist in dieser Weltlage hochgefĂ€hrlich und spielt Regimen wie Russland, Nordkorea, Iran, aber auch PrĂ€sident Xi in die HĂ€nde." Trump verstehe die Nato "als Instrument, mit dem die USA anderen Staaten Sicherheit verkaufen können, fĂŒr die sie bezahlen sollen, quasi wie fĂŒr einen Sicherheitsdienstleister. Trump versteht die Natur der Nato als BĂŒndnis auf Gegenseitigkeit nicht. Sie ist keine Sicherheitsfirma. Sie ist ein politisch-militĂ€risches VerteidigungsbĂŒndnis, in dem die USA auch von der UnterstĂŒtzung anderer profitieren."


