Brasiliens, PrÀsident

Brasiliens PrÀsident nach Hirnblutung aus Klinik entlassen

15.12.2024 - 17:58:05

Als SpÀtfolge eines Unfalls im Oktober landet der brasilianische Staatschef auf der Intensivstation. Jetzt wird er entlassen - muss aber zunÀchst weiterhin in São Paulo bleiben.

Brasiliens PrĂ€sident Luiz InĂĄcio Lula da Silva ist nach einer Operation wegen einer Hirnblutung aus dem Krankenhaus entlassen worden. «Er ist stabil, geht, isst und spricht normal. Er hatte eine sehr gute postoperative Phase, die im Rahmen der Erwartungen lag», sagte der Arzt Roberto Kalil am Sonntag auf einer Pressekonferenz in SĂŁo Paulo, knapp eine Woche nach dem Eingriff im dortigen Hospital SĂ­rio-LibanĂȘs. 

Der 79-JĂ€hrige soll nun bis mindestens Donnerstag in SĂŁo Paulo bleiben, um ĂŒberwacht zu werden. Er darf sich demnach in den nĂ€chsten 15 Tagen nur eingeschrĂ€nkt körperlich betĂ€tigen, kann aber normal von zu Hause aus arbeiten.

Lula war Montagabend wegen Kopfschmerzen in der Hauptstadt Brasília untersucht worden. Eine Magnetresonanztomographie habe die Hirnblutung aufgezeigt, eine Folge eines Unfalls vom 19. Oktober. Der PrÀsident wurde daraufhin in eine andere Einheit desselben Krankenhauses in São Paulo verlegt, wo er einer Kraniotomie (SchÀdelöffnung) zur Drainage des HÀmatoms unterzogen wurde. 

Der PrĂ€sident, der bei seiner Entlassung selbst vor die Presse trat und dabei einen Hut trug, sagte, er fĂŒhle sich wohl. «Ich bin am Leben, unversehrt und bereit zu arbeiten (...) Ich habe eine Menge Arbeit vor mir.»

Lula hatte sich im Oktober eine Schnittwunde am Kopf zugezogen und deshalb seine Teilnahme am Brics-Gipfel in Kasan in Russland abgesagt.

@ dpa.de