Trump: Tödliche US-Angriffe auf IS-Terroristen in Nigeria
26.12.2025 - 01:20:54Das US-MilitĂ€r hat nach Angaben von PrĂ€sident Donald Trump an Weihnachten tödliche Angriffe auf KĂ€mpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Nigeria verĂŒbt, die Christen ermordet haben sollen. Die MilitĂ€rschlĂ€ge seien im Nordwesten des Landes erfolgt, schrieb der Republikaner am Donnerstag auf der Plattform Truth Social. Die Zahl der Toten machte er nicht bekannt. Das Pentagon veröffentlichte dazu ein Video, auf dem anscheinend der Abschuss einer Rakete von einem US-Kriegsschiff zu sehen ist.
Trump drohte, dass noch viel mehr Terroristen getötet wĂŒrden, wenn das «Abschlachten» von Christen weitergehe. In GroĂbuchstaben schrieb er zudem: «Frohe Weihnachten an alle, auch die getöteten Terroristen». In den USA wird das Weihnachtsfest traditionell am 25. Dezember gefeiert.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schrieb auf der Plattform X, die Tötung unschuldiger Christen in Nigeria und anderswo mĂŒsse ein Ende haben. Der nigerianischen Regierung dankte er fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung und Kooperation. Nach Angaben der fĂŒr Afrika zustĂ€ndige Kommandozentrale des US-MilitĂ€rs (Africom) wurden IS-Ziele im nigerianischen Bundesstaat Sokoto angegriffen.
Trump drohte schon vor Wochen mit MilitÀrschlÀgen
Bereits Anfang November hatte der US-PrĂ€sident mit MilitĂ€rschlĂ€gen in dem westafrikanischen Land gedroht. Schon damals fĂŒhrte er als Grund an, dass islamistische Terroristen dort Christen töteten. Trump wandte sich explizit an die Regierung Nigerias und warnte, wenn diese weiteres BlutvergieĂen zulasse, wĂŒrden die USA sofort alle Hilfen fĂŒr das bevölkerungsreichste Land des Kontinents stoppen und selbst dort einschreiten, um die TĂ€ter hinter diesen GrĂ€ueltaten auszurotten. Damals betonte Nigerias PrĂ€sident Bola Ahmed Tinubu: «Nigeria lehnt religiöse Verfolgung ab und fördert sie nicht.»
Die USA stuften Nigeria damals als Land ein, in dem besonders schwere Verletzungen der Religionsfreiheit vorkĂ€men (Country of Particular Concern). Auf der Liste stehen auch Staaten wie China und Russland. PrĂ€sident Tinubu bestritt hingegen, das Nigeria ein religiös intolerantes Land sei - derartige Behauptungen spiegelten nicht die RealitĂ€t wider und berĂŒcksichtigten auch nicht BemĂŒhungen der Regierung, die Religions- und Glaubensfreiheit aller Nigerianer zu schĂŒtzen.
«GefĂ€hrlichstes Land der Welt fĂŒr Christen»
Konflikte und Gewalt verlaufen in dem Land, dessen mehr als 220 Millionen Einwohner etwa zur HĂ€lfte je Christen oder Muslime sind, tatsĂ€chlich immer mehr entlang religiöser Trennlinien â diese werden von Experten aber meist nicht als Ursache angesehen. Christliche Gemeinden werfen dem Staat dennoch mangelnden Schutz vor.
Die US-Nichtregierungsorganisation International Christian Concern, die die Verfolgung von Christen weltweit dokumentiert, bezeichnete Nigeria 2022 als das «gefĂ€hrlichste Land der Welt fĂŒr Christen». Zugleich werden dort Muslime ebenfalls Opfer von Terror- oder Banditenangriffen ebenso wie von Racheakten.
MassenentfĂŒhrungen christlicher SchĂŒler und Lehrer
Ende November gab es eine besonders extreme Welle an MassenentfĂŒhrungen im Nordwesten Nigerias. Hunderte Kinder und zahlreiche Lehrer wurden aus einer katholischen Grund- und Sekundarschule verschleppt, wie die Christliche Vereinigung von Nigeria damals mitteilte. EntfĂŒhrungen sind im Norden und Zentrum des Landes furchtbarer Alltag geworden: Sowohl kriminelle Banden als auch islamistische Terrorgruppen verschleppen immer wieder Menschen.
Nicht der erste Angriff der USA in Afrika
Es ist nicht das erste Mal, dass das US-MilitÀr in Afrika islamistische Terroristen angreift. So wurden bereits 2024 - also vor Trumps Amtsantritt - und auch im laufenden Jahr mehrfach IS-Stellungen in Somalia bombardiert. Einige US-Angriffe in dem ostafrikanischen Land galten auch der Terrormiliz Al-Shabaab, die zum Netzwerk Al-Kaida gehört, das mit dem IS verfeindet ist.





