Biden, Amok

Nach Amoklauf an Grundschule: US-PrÀsident gedenkt der Opfer

24.05.2023 - 23:45:32

AmoklĂ€ufe an Schulen gehören in den USA zum traurigen Alltag. Vor einem Jahr traf es eine Schule in der texanischen Kleinstadt Uvalde. Heute Ă€ußert sich Biden erneut dazu.

Ein Jahr nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Texas mit 21 Toten hat US-PrĂ€sident Joe Biden gemeinsam mit seiner Frau Jill der Opfer gedacht. Zu viele Schulen, zu viele Orte des alltĂ€glichen Lebens in ganz Amerika seien zu Schlachtfeldern geworden, sagte er bei einer Ansprache im Weißen Haus.

«Und an jedem Ort hören wir die gleiche Botschaft: Tut etwas. Um Gottes willen, tut einfach etwas!» Es sei an der Zeit, zu handeln und die Stimmen zu erheben - «nicht als Demokraten oder Republikaner, sondern als Freunde, Nachbarn, Eltern - und als amerikanische MitbĂŒrger», sagte der US-PrĂ€sident.

RĂŒckblick

Ein 18 Jahre alter SchĂŒtze hatte am 24. Mai 2022 an einer Grundschule in der texanischen Kleinstadt Uvalde 19 Kinder und 2 Lehrerinnen erschossen. Der Angreifer hatte in zwei miteinander verbundenen KlassenrĂ€umen mit einem Sturmgewehr auf die Kinder und Lehrerinnen geschossen.

Schon kurz nach dem Verbrechen wurde bekannt, dass bereits zu einem frĂŒhen Zeitpunkt Polizisten im Flur vor dem Klassenraum gewesen waren, aber lange keinerlei Versuche unternommen hatten, in den Raum zu gehen - obwohl Kinder aus dem Inneren mehrfach verzweifelt bei der Polizei angerufen hatten. Erst mehr als 75 Minuten, nachdem der SchĂŒtze das Feuer eröffnet hatte, gingen EinsatzkrĂ€fte in den Raum und töteten den TĂ€ter.

SchÀrfere Waffengesetze

Einmal mehr forderte der US-PrÀsident, das Waffenrecht zu verschÀrfen, etwa durch ein Verbot von Sturmgewehren und Schnellschuss-Magazinen. Um so etwas durchzusetzen, sind Biden und seine Demokraten auf die Kooperationsbereitschaft der Republikaner im Kongress angewiesen.

Doch BemĂŒhungen um schĂ€rfere Waffengesetze laufen seit vielen Jahren ins Leere, vor allem, weil Republikaner dagegen sind. Außerdem bekĂ€mpft die Waffenlobby, allen voran die mĂ€chtige National Rifle Association (NRA), vehement jeden Versuch, Waffenbesitz stĂ€rker zu regulieren.

@ dpa.de