Trump, Thailand

Trump drÀngt Thailand und Kambodscha zu Waffenruhe

26.07.2025 - 18:52:21

An der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha wird seit Tagen heftig gekÀmpft. Nun schaltet sich der US-PrÀsident ein - und weckt Hoffnungen auf ein Schweigen der Waffen.

Nach der Eskalation des Konflikts zwischen Kambodscha und Thailand drĂ€ngt US-PrĂ€sident Donald Trump auf eine Waffenruhe - und zeigt sich nach GesprĂ€chen mit beiden Seiten optimistisch. «Sie haben zugestimmt, sich unverzĂŒglich zu treffen und schnell eine Waffenruhe und letztendlich FRIEDEN auszuarbeiten!», schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. «Es war mir eine Ehre, mit beiden LĂ€ndern zu verhandeln.»

Zuvor hatte Trump in separaten Telefonaten mit dem kambodschanischen MinisterprĂ€sidenten Hun Manet und dem thailĂ€ndischen ÜbergangsministerprĂ€sidenten Phumtham Wechayachai gesprochen. «ZufĂ€lligerweise verhandeln wir gerade mit beiden LĂ€ndern ĂŒber unsere Handelsbeziehungen, aber wir wollen mit keinem der beiden LĂ€nder einen Deal schließen, wenn sie kĂ€mpfen – und das habe ich ihnen auch gesagt!», schrieb Trump. 

Der Konflikt zwischen den beiden sĂŒdostasiatischen Nachbarn schwelt seit Jahrzehnten - und war seit Donnerstag gefĂ€hrlich eskaliert. Nach Schusswechseln an der Grenze hatte das thailĂ€ndische MilitĂ€r eigenen Angaben zufolge Kampfjets gegen kambodschanische Stellungen eingesetzt. Kambodscha reagierte mit Artilleriefeuer, auch auf Wohngebiete. Unter anderem wurden eine Tankstelle und ein Krankenhaus getroffen. Wer zuerst schoss, ist weiter unklar. Beide Seiten weisen sich gegenseitig die Schuld zu.

Trump zieht Parallele zu Indien-Pakistan-Konflikt

Trump, der gerade Schottland besucht, betonte auf Truth Social, er versuche, eine komplexe Situation zu vereinfachen. Viele Menschen wĂŒrden getötet, es erinnere ihn sehr an den jĂŒngsten Konflikt zwischen Pakistan und Indien, den man erfolgreich beigelegt habe. Trump hatte in dem Konflikt zwischen den beiden AtommĂ€chten nach eigener Darstellung eine Waffenruhe vermittelt, die im Mai verkĂŒndet wurde. Pakistan erklĂ€rte daraufhin, Trump wegen seiner Vermittlerrolle fĂŒr den Friedensnobelpreis vorzuschlagen - Indien bestritt dagegen, dass die USA vermittelt hĂ€tten.

@ dpa.de