Weltweite, MilitÀrausgaben

Weltweite MilitÀrausgaben steigen zehntes Jahr in Folge

28.04.2025 - 00:05:46

Angesichts der angespannten Weltlage sind die MilitÀrausgaben auch 2024 gestiegen. Deutschland gab zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung mehr als die anderen LÀnder Zentral- und Westeuropas aus.

  • Die USA bleiben ungeschlagen an der Spitze. (Symbolbild) - Foto: Ralph Scott via ZUMA/Department Of Defense/ZUMA Wire/dpa

    Ralph Scott via ZUMA/Department Of Defense/ZUMA Wire/dpa

  • Wieder haben die weltweiten MilitĂ€rausgaben einen Höchststand erreicht. (Symbolbild) - Foto: Kay Nietfeld/dpa

    Kay Nietfeld/dpa

  • Zu den MilitĂ€rausgaben zĂ€hlen die Friedensforscher auch AufwĂ€nde fĂŒr Personal, MilitĂ€rhilfen sowie militĂ€rische Forschung und Entwicklung. (Symbolbild) - Foto: Oliver Berg/dpa

    Oliver Berg/dpa

Die USA bleiben ungeschlagen an der Spitze. (Symbolbild) - Foto: Ralph Scott via ZUMA/Department Of Defense/ZUMA Wire/dpaWieder haben die weltweiten MilitĂ€rausgaben einen Höchststand erreicht. (Symbolbild) - Foto: Kay Nietfeld/dpaZu den MilitĂ€rausgaben zĂ€hlen die Friedensforscher auch AufwĂ€nde fĂŒr Personal, MilitĂ€rhilfen sowie militĂ€rische Forschung und Entwicklung. (Symbolbild) - Foto: Oliver Berg/dpa

Die weltweiten MilitĂ€rausgaben sind 2024 zum zehnten Mal in Folge gestiegen. Rund 2,72 Billionen US-Dollar (etwa 2,38 Billionen Euro) wandten alle Staaten zusammen fĂŒr das MilitĂ€r auf, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in seinem neuen Bericht mitteilte. Das waren inflationsbereinigt 9,4 Prozent mehr als 2023 - der grĂ¶ĂŸte Anstieg von einem aufs nĂ€chste Jahr seit dem Ende des Kalten Krieges.

Besonders stark war der Anstieg dem Institut zufolge in Europa und im Nahen Osten, was mit den Kriegen in der Ukraine und im Gazastreifen sowie dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon begrĂŒndet werden könne.

Bundesrepublik weltweit auf Platz vier bei MilitÀrausgaben

Deutschland verbrauchte 2024 laut Sipri 88,5 Milliarden US-Dollar (77,6 Milliarden Euro) fĂŒr das MilitĂ€r - 28 Prozent mehr als im Vorjahr - und lag somit zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung vor allen anderen LĂ€ndern Zentral- und Westeuropas. Weltweit kam die Bundesrepublik demnach auf Platz vier, hinter dem Spitzenreiter USA sowie China und Russland auf den PlĂ€tzen zwei und drei.

Der Sipri-Bericht zeigt, dass alle europĂ€ischen Staaten - mit Ausnahme von Malta - ihre MilitĂ€rausgaben 2024 erhöhten. Russland war dabei mit 149 Milliarden Dollar (knapp 131 Milliarden Euro) das Land in Europa, das mit Abstand am meisten fĂŒr sein MilitĂ€r ausgab. 

Die von Russland angegriffene Ukraine verwandte 64,7 Milliarden Dollar (rund 56,7 Milliarden Euro) darauf. Mit 34 Prozent war die Ukraine weltweit das Land, das den grĂ¶ĂŸten Anteil seines Bruttoinlandsprodukts fĂŒr seinen MilitĂ€rapparat ausgab.

USA machten mehr als ein Drittel der MilitÀrausgaben aus

Die USA, seit Jahren die unangefochtene Nummer eins bei den MilitÀrausgaben, machten dem Bericht zufolge mit 997 Milliarden Dollar (874 Milliarden Euro) 37 Prozent der weltweiten MilitÀrausgaben aus. China, auf Platz zwei der Liste, steigerte seine Aufwendungen um sieben Prozent auf 314 Milliarden Dollar (etwa 275 Milliarden Euro) und verzeichnete somit drei Jahrzehnte ununterbrochenen Anstiegs seiner MilitÀrausgaben.

Im Nahen Osten stiegen die MilitÀrausgaben laut Sipri zwar insgesamt, aber eine markante Erhöhung verzeichneten nur Israel und der Libanon. Israels Ausgaben stiegen demnach mit 65 Prozent so stark wie seit dem Sechstagekrieg 1967 nicht mehr, auf 46,5 Milliarden Dollar (gut 40 Milliarden Euro).

Der jĂ€hrlich erscheinende Sipri-Bericht zu den MilitĂ€rausgaben in aller Welt gilt als umfassendste Datensammlung dieser Art. Zu den Ausgaben zĂ€hlen die Friedensforscher auch AufwĂ€nde fĂŒr Personal, MilitĂ€rhilfen sowie militĂ€rische Forschung und Entwicklung.

@ dpa.de