Griechenland und TĂŒrkei kĂ€mpfen weiter gegen schwere BrĂ€nde
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 02:58 Uhr | dpa.deWĂ€hrend sich die Waldbrandlage in Frankreich und Spanien entspannt und Tausende Evakuierte nach Hause zurĂŒckkehren, ist die Situation in Griechenland und der TĂŒrkei weiter angespannt. Von hoher Trockenheit und Hitze begĂŒnstigte BrĂ€nde, die von krĂ€ftigem Wind weiter angefacht werden, machen der Feuerwehr sehr zu schaffen.Â
- FRANKREICH
An der französischen AtlantikkĂŒste haben inzwischen 144.000 der 224.000 evakuierten Menschen nach Hause zurĂŒckkehren können. Innenminister Laurent Nuñez sagte in den Abendnachrichten, dass «man davon ausgehen kann, dass das Schlimmste hinter uns liegt». Er fĂŒgte hinzu: «Wir sind optimistisch, bleiben aber weiterhin sehr wachsam.»Â
Wie die PrĂ€fektur in Bordeaux mitteilte, waren am Abend noch zwei Brandherde auf der Halbinsel Cap Ferret und sĂŒdlich des Ortes Lacanau aktiv. Weitere am Vortag aufgeflammte BrĂ€nde in SĂŒdfrankreich, im Burgund sowie im Wald von Fontainebleau bei Paris brachte die Feuerwehr unter Kontrolle.
- SPANIEN
In Spanien sind die verheerenden WaldbrĂ€nde in den Regionen Madrid, Ăvila und Toledo inzwischen weitgehend eingedĂ€mmt, die meisten Evakuierungen und AusgangsbeschrĂ€nkungen wurden aufgehoben. Erleichterung gab es auch aus der Provinz CastellĂłn im Osten des Landes: Der groĂe Waldbrand im Gebiet Vall d'UixĂł nördlich von Valencia breitet sich nach Behördenangaben nicht weiter aus.
Das Innenministerium teilte mit, dass der Notstand auf die zweite von vier operativen Stufen herabgestuft wurde. «Auch wenn sich die Lage positiv entwickelt, ist es unerlÀsslich, Vorsicht walten zu lassen und sich jederzeit an die Anweisungen der Behörden zu halten», erklÀrte das Ministerium. Die BrandbekÀmpfung in den betroffenen Regionen im Nordwesten dauert an.
- GRIECHENLAND
Die Feuerwehr kĂ€mpft in Griechenland weiter gegen zahlreiche WaldbrĂ€nde. Vor allem auf der Mittelmeerinsel Kreta erschweren starke, teils orkanartige Winde die Löscharbeiten und entfachen immer wieder neue Brandherde. Die EinsatzkrĂ€fte hoffen auf eine Entspannung der Wetterlage. «Erst dann können auf Kreta wieder Löschflugzeuge sicher eingesetzt werden», sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem griechischen Rundfunk ERT. Meteorologen erwarten, dass der Wind im Laufe des Abends deutlich nachlassen dĂŒrfte.
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In den beliebten Ferienort Agia Galini sind nach Behördenangaben inzwischen zahlreiche Urlauber zurĂŒckgekehrt. Rund 8.000 Menschen hatten die Gegend in den vergangenen Tagen wegen der starken Rauchentwicklung verlassen oder waren vorsorglich evakuiert worden.Â
Auch in anderen Teilen des Landes bleiben die EinsatzkrÀfte gefordert. Kleinere BrÀnde beschÀftigen die Feuerwehr auf der Halbinsel Peloponnes nahe der Hafenstadt Patras sowie auf den Inseln Andros, Paros und Kalymnos. Auf Paros kÀmpfen die EinsatzkrÀfte weiterhin gegen Glutnester und das Wiederaufflammen eines bereits seit Dienstag brennenden Feuers. Auf Andros und Kalymnos hat sich die Lage dagegen inzwischen entspannt.
- TĂRKEI
EinsatzkrĂ€fte in der TĂŒrkei kĂ€mpfen weiter gegen zahlreiche WaldbrĂ€nde im SĂŒden und Westen des Landes, die durch starke Winde angefacht werden. Seit Mittwoch habe man landesweit bei 169 BrĂ€nden eingegriffen, 163 davon seien am Donnerstagabend vollstĂ€ndig unter Kontrolle gebracht worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur den Forstminister Ibrahim Yumakli.
Der Waldbrand, der am Dienstag im Bezirk Ka? in Antalya ausgebrochen war, wurde nach intensiven LöschmaĂnahmen aus der Luft und vom Boden aus unter Kontrolle gebracht, ebenso der Brand im westtĂŒrkischen Isparta. Ein Sturm in Antalya habe die Löscharbeiten erschwert, sagte Yumakli. Es seien landesweit 21 Flugzeuge, 69 Helikopter, etwa 500 Löschfahrzeuge und mehr als 3.500 KrĂ€fte im Einsatz.
