Kreml sieht Sandu nicht als Moldaus PrÀsidentin
05.11.2024 - 13:37:46Russland sieht nach der PrĂ€sidentenwahl in der frĂŒheren Sowjetrepublik Moldau die Siegerin Maia Sandu nicht als PrĂ€sidentin. «Was Frau Sandu betrifft, so ist sie, wie wir es verstehen, nicht die PrĂ€sidentin ihres Landes, weil im Land selbst die Mehrheit der Bevölkerung nicht fĂŒr sie gestimmt hat», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Sandu hatte ihren Sieg den Moldauern im Ausland - vor allem in der EU - zu verdanken. Ihr Herausforderer, der frĂŒhere Generalstaatsanwalt Alexandr Stoianoglo, kam auf knapp 45 Prozent, lag aber bei den im Land selbst abgegebenen Stimmen vor der Amtsinhaberin.
Peskow kritisierte die Wahl als unfair und undemokratisch. Hunderttausenden Moldauern, die in Russland lebten, sei die Möglichkeit genommen worden, abzustimmen, klagte er. Im Gegensatz dazu hĂ€tte die moldauische Diaspora im Westen wĂ€hlen können, was Auswirkungen auf das Resultat gehabt habe.Â
Sandu erreichte insgesamt etwas mehr als 55 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die zwischen RumĂ€nien und der Ukraine liegende Republik Moldau, die auch EU-Beitrittskandidat ist, hatte Russland dabei massive Wahleinmischung vorgeworfen und von organisierten WĂ€hlertransporten speziell in der von Moldau abtrĂŒnnigen Region Transnistrien gesprochen. Peskow wies diese VorwĂŒrfe zurĂŒck. FĂŒr diese Anschuldigungen gebe es keine Beweise, sagte er.


