Moldau: ProeuropÀische Regierungspartei verteidigt Mehrheit
29.09.2025 - 14:19:34Bei der Parlamentswahl in der Republik Moldau hat die regierende proeuropĂ€ische Partei Aktion und SolidaritĂ€t (PAS) um PrĂ€sidentin Maia Sandu trotz EinbuĂen ihre absolute Mehrheit verteidigt. Nach AuszĂ€hlung aller Wahlzettel gewann die PAS mit 50,20 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit der Mandate im Parlament mit den 101 Sitzen. Der russlandfreundliche Patriotische Block des frĂŒheren Staatschefs Igor Dodon kam auf 24,17 Prozent, wie die zentrale Wahlkommission in der Hauptstadt Chisinau mitteilte.
Am Nachmittag waren 100 Prozent der Stimmzettel ausgezÀhlt. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,21 Prozent.
Die Parlamentswahl in dem verarmten Agrarstaat zwischen EU-Mitglied RumÀnien und der Ukraine galt als richtungsweisend. Moldau mit seinen 2,4 Millionen Einwohnern ist seit 2022 EU-Beitrittskandidat.
Die prowestliche PrĂ€sidentin Sandu will den Kurs Richtung EU-Beitritt vorantreiben. Sie sagte, dass nicht eine Partei, sondern das Land gesiegt habe. Zu verdanken hat sie den Sieg wie bei der PrĂ€sidentenwahl im vergangenen Jahr einmal mehr vor allem den moldauischen WĂ€hlern in der EU. Im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren musste die PAS aber EinbuĂen hinnehmen.
Weitere drei Parteien schaffen Einzug ins Parlament
Den Einzug in das fĂŒr vier Jahre gewĂ€hlte Parlament schafften auch die russlandfreundlichen KrĂ€fte des Blocks Alternativa (7,96 Prozent) und der Partei Nostru des GeschĂ€ftsmanns Renato Usatii (6,20 Prozent). Ăberraschend schaffte laut vorlĂ€ufigem amtlichen Endergebnis auch die einst fĂŒr eine Vereinigung mit RumĂ€nien gegrĂŒndete Partei PPDA den Sprung ĂŒber die 5-Prozent-HĂŒrde (5,62 Prozent).
Traditionell ist Moldau zwischen einem EU-Kurs und einer Anlehnung an Russland hin- und hergerissen. An diesem Montag wollen auch die internationalen Wahlbeobachter der Organisation fĂŒr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ihr Urteil abgegeben. Sandu hatte Russland massive Einflussnahme vorgeworfen. Prorussische KrĂ€fte wiederum warfen der PrĂ€sidentin Wahlmanipulation vor.


