Charkiw, Tote

Charkiw: Tote und viele Verletzte nach russischem Luftschlag

30.08.2024 - 16:40:57

Bei einem neuen schweren russischen Luftangriff gibt es auch zivile Opfer. Die Stadt Charkiw wurde von mehreren Bomben getroffen. Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj Ă€ußert sich.

Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein 14-jĂ€hriges MĂ€dchen. Nach Angaben des Charkiwer MilitĂ€rgouverneurs Oleh Synjehubow wurden außerdem mindestens 40 Verletzte gezĂ€hlt. Die Zahl könnte noch ansteigen. Gelenkte Fliegerbomben trafen nach offiziellen Angaben unter anderem ein zwölfstöckiges Wohnhaus, das teilweise einstĂŒrzte. 

«Ein Schlag, den es nicht gegeben hÀtte, wenn unsere VerteidigungskrÀfte die Möglichkeit hÀtten, russische MilitÀrflugzeuge dort zu zerstören, wo sie stationiert sind», sagte der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj in einer Nachricht bei Telegram. Er forderte angesichts der Zerstörungen einmal mehr die Freigabe weitreichender westlicher Waffen gegen Ziele in Russland.

Die Bomben schlugen in mehreren Stadtteilen der einst zweitgrĂ¶ĂŸten Stadt der Ukraine ein. Unter den Verletzten sind Behördenangaben zufolge mehrere Kinder. Charkiw, das nur etwa 30 Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt liegt, ist immer wieder das Ziel russischer Angriffe. Zu Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs versuchten russische Truppen auch, Charkiw einzunehmen, scheiterten aber.

Die StĂ€rkung der Flugabwehr sei lebensnotwendig, teilte Selenskyj weiter mit. Nach Darstellung Kiews muss zum Schutz der eigenen StĂ€dte auch das russische Angriffspotenzial vernichtet werden. Dazu seien Angriffe auf MilitĂ€rflugplĂ€tze im Hinterland in Russland nötig, wo Bomber und Kampfflugzeuge stationiert seien. Selenskyj fordert inzwischen fast tĂ€glich vom Westen die Freigabe gelieferter Waffen fĂŒr Angriffe auf russisches Staatsgebiet. Bisher gelten dafĂŒr BeschrĂ€nkungen. Die Ukraine nutzt aber auch eigene Drohnen und Raketen fĂŒr die Attacken. Das Land wehrt sich seit mehr als zweieinhalb Jahren mit westlicher militĂ€rischer Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

@ dpa.de