Donald Trump, Georgia

Anklage: Trump muss sich eventuell im GefÀngnis melden

16.08.2023 - 18:41:13 | dpa.de

Bei einem solchen Termin werden ĂŒblicherweise die Personalien aufgenommen und Polizeifotos gemacht. Die AblĂ€ufe könnten jedoch durchaus noch angepasst werden, da es sich um den ehemaligen PrĂ€sidenten handelt.

Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump muss möglicherweise in einem GefĂ€ngnis in Atlanta vorstellig werden. - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump muss möglicherweise in einem GefĂ€ngnis in Atlanta vorstellig werden. - Foto: Matt Rourke/AP/dpa

Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump muss nach der Anklage im Bundesstaat Georgia möglicherweise in einem GefĂ€ngnis in Atlanta vorstellig werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt werde aufgrund der Hinweise der Staatsanwaltschaft und des vorsitzenden Richters davon ausgegangen, dass sich alle 19 in der Anklageschrift genannten Beschuldigten im Rice Street GefĂ€ngnis melden mĂŒssten, teilte das zustĂ€ndige BĂŒro des Sheriffs mit. Dies sei rund um die Uhr geöffnet.

StaatsanwĂ€ltin Fani Willis hatte den Angeklagten eine Frist bis zum 25. August gesetzt, sich zu melden. Bei einem solchen Termin werden ĂŒblicherweise etwa die Personalien der Betroffenen aufgenommen und Polizeifotos gemacht. Es kann sich dabei formal um eine Festnahme handeln.

Bei den bisherigen Anklagen gegen Trump in New York, Washington und Miami wurde dieses Prozedere in den zustĂ€ndigen Gerichten kurz vor der Anklageverlesung durchgefĂŒhrt. Auf Polizeifotos wurde damals zum Beispiel verzichtet. In Georgia sind diese beiden Termine nach Angaben des BĂŒros des Sheriffs getrennte VorgĂ€nge. Das bedeutet nicht, dass sie nicht möglicherweise doch zusammengelegt werden.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen

Mit dem Erscheinen eines ehemaligen PrĂ€sidenten gehen besondere Sicherheitsvorkehrungen einher - das heißt, dass die AblĂ€ufe durchaus entsprechend angepasst werden können. So wurde zum Beispiel in der Vergangenheit auch darauf verzichtet, dem Republikaner Handschellen anzulegen, wie es etwa in New York bei einer formalen Festnahme eigentlich ĂŒblich ist.

In Georgia ist Trump mit einer neuen umfangreichen Anklage im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug konfrontiert. Ein Geschworenengremium entschied, dass sich Trump vor Gericht verantworten soll wegen seiner Versuche, den Ausgang der PrÀsidentenwahl 2020 in Georgia zu beeinflussen. Mit ihm sind 18 weitere Personen angeklagt.

Trump ist bereits auf Bundesebene wegen seines Feldzuges gegen die eigene Niederlage bei der Wahl 2020 angeklagt worden. Der 77-JĂ€hrige weist alle VorwĂŒrfe zurĂŒck. Bei der PrĂ€sidentenwahl 2020 verlor er gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden. Diese Niederlage gesteht Trump bis heute nicht ein und verbreitet die LĂŒge, durch Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden zu sein.

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