Guterres, UnterstĂŒtzung

Guterres fordert mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr UN-Hilfswerk

12.07.2024 - 17:46:45

Bei einer Geberkonferenz in New York fordert UN-GeneralsekretĂ€r Guterres dringend mehr Geld fĂŒr das PalĂ€stinenserhilfswerk UNRWA. Er drĂ€ngte Israel und die Hamas, eine Waffenruhe zu vereinbaren.

UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres hat zu mehr UnterstĂŒtzung und besseren Sicherheitsvorkehrungen fĂŒr das PalĂ€stinenserhilfswerk UNRWA aufgerufen. «PalĂ€stinensische FlĂŒchtlinge verlieren ohne die nötige UnterstĂŒtzung und Finanzierung von UNRWA eine wesentliche StĂŒtze und den letzten Hoffnungsschimmer fĂŒr eine bessere Zukunft», sagte Guterres bei einer Geberkonferenz in New York. 

Er forderte außerdem Israel und die Hamas erneut zu einer anhaltenden Waffenruhe und der Freilassung israelischer Geiseln auf. «Nichts rechtfertigt die fĂŒrchterlichen Hamas-Attacken vom 7. Oktober. Und nichts rechtfertigt die kollektive Bestrafung des palĂ€stinensischen Volks», sagte Guterres. Das Chaos in Gaza betreffe dort jeden PalĂ€stinenser und all diejenigen, die ihnen verzweifelt versuchen zu helfen. 

«Nirgendwo ist es sicher. Überall ist eine potenzielle Todeszone», sagte Guterres. «Es ist fĂŒr die beteiligten Parteien höchste Zeit, den politischen Mut und den politischen Willen zu zeigen, um endlich eine Übereinkunft zu finden.» 

UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini bezifferte das nötige Budget fĂŒr das UN-Hilfswerk bis Ende des Jahres auf rund 1,2 Milliarden Dollar. Derzeit seien nur 20 Prozent der Finanzierung gesichert, sagte Lazzarini.

Die UNRWA-Mission zur UnterstĂŒtzung von PalĂ€stinensern wurde 1949 gegrĂŒndet. Neben der TĂ€tigkeit in Gaza arbeitet das Hilfswerk auch in Jordanien, im Libanon, in Syrien und im Westjordanland. 

UNRWA geriet im Januar in die Schlagzeilen. Israel hatte zwölf Mitarbeiter des Hilfswerks beschuldigt, in das Massaker vom 7. Oktober in Israel verwickelt gewesen zu sein. Ein weiterer Vorwurf lautete, die islamistische Hamas habe das Hilfswerk als Ganzes unterwandert. Ein PrĂŒfbericht unabhĂ€ngiger Experten kam zum Schluss, das UNRWA habe «robuste» Mechanismen etabliert, um seinen NeutralitĂ€tsgrundsatz zu wahren. Aber es gebe Verbesserungsbedarf.

Am Donnerstag hatte die israelische Botschaft in Berlin mitgeteilt, es seien 108 UNRWA-BeschĂ€ftigte identifiziert worden, die auch in der Terrororganisation Hamas aktiv sein sollen. Eine Liste mit ihren Namen sei UNRWA-Chef Lazzarini vorgelegt worden, hieß es weiter. 


 

@ dpa.de