Moskau wirft Kiew stÀrkere Angriffe auf Energieanlagen vor
29.03.2025 - 17:05:48Die Ukraine hat nach Darstellung Russlands ihre Attacken auf Energieanlagen noch verstĂ€rkt â ungeachtet der dafĂŒr vereinbarten Feuerpause. Die Zahl entsprechender Angriffe in den Gebieten Kursk und Belgorod habe sich erhöht, erklĂ€rte das Verteidigungsministerium in Moskau. Nach Treffern auf Hochspannungsleitungen und Umspannwerke sei es zu StromausfĂ€llen gekommen. Das stehe im Widerspruch zu den Beteuerungen des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj ĂŒber ein Ende solcher Angriffe.
Zuvor hatte Selenskyj seinerseits Russland vorgeworfen, die Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur fortzusetzen. Seit Tagen halten sich die Kriegsparteien VerstöĂe gegen die Vereinbarung vor.Â
US-Vermittler hatten mit Russland und der Ukraine in getrennten GesprĂ€chen vereinbart, dass keine Energieinfrastruktur mehr bombardiert wird. Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin gab nach Kremlangaben dafĂŒr am 18. MĂ€rz den Befehl - nach einem Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump.
ĂberprĂŒfbar sind die Angaben der Kriegsparteien zu den SchĂ€den nicht. AuffĂ€llig ist aber, dass beide Seiten nun erstmals ganze Listen mit den SchĂ€den und VerstöĂen veröffentlichen, nachdem es solche Mitteilungen in der Vergangenheit nicht oder kaum gegeben hatte. Insbesondere das russische Verteidigungsministerium meldete stets vor allem den Abschuss von ukrainischen Drohnen, ohne ĂŒber Treffer oder SchĂ€den zu berichten.
Russland fĂŒhrt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit mehr als drei Jahren und beschieĂt das Nachbarland tĂ€glich mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern.


