Selenskyj, G7-Gipfel

Selenskyj fordert vor G7-Gipfel mehr Druck auf Russland

15.06.2025 - 23:48:28 | dpa.de

Beim Gipfel der Gruppe der sieben fĂŒhrenden Industrienationen (G7) wird auch der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj erwartet. Er fordert vor dem Treffen in Kanada eine hĂ€rtere Gangart gegen Russland.

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj fordert schÀrfere Sanktionen gegen Russland. (Archivbild) - Foto: Kay Nietfeld/dpa
Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj fordert schÀrfere Sanktionen gegen Russland. (Archivbild) - Foto: Kay Nietfeld/dpa

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat vor dem G7-Gipfel in Kanada die fĂŒhrenden Industrienationen zu mehr Druck auf Russland aufgerufen. Trotz aller Versprechungen von Kremlchef Wladimir Putin den USA und anderen Friedenswilligen gegenĂŒber greife Russland weiter zivile Energieanlagen in der Ukraine an, sagte Selenskyj nach einem Treffen mit MilitĂ€rs. «Dieser Terror wird immer heimtĂŒckischer», sagte er. 

Der PrĂ€sident warf Russland vor, die derzeitige Aufmerksamkeit fĂŒr den Krieg zwischen dem Iran und Israel fĂŒr Angriffe auf die Ukraine zu nutzen. «Es gibt keine Anzeichen dafĂŒr, dass sich in Moskau jemand darauf vorbereitet, den Krieg zu beenden oder die Diplomatie ernst zu nehmen», sagte er. 

Selenskyj teilte mit, dass Kiew auch Informationen ĂŒber eine russische Bedrohung der Infrastruktur fĂŒr die Produktion von Kernenergie in der Ukraine an die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA und an die USA weiter gegeben habe. Details nannte er nicht. Es sei zynisch, dass ausgerechnet Putin versuche, sich als Vermittler im Nahen Osten ins Spiel zu bringen.

Selenskyj: G7 sollen schÀrfere Sanktionen erwirken

Es brauche Methoden, um die Umgehung der Sanktionen zu bekĂ€mpfen, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Die G7-LĂ€nder, zu denen auch Deutschland gehört, könnten das bewerkstelligen. Es brauche Strafmaßnahmen gegen Banken und den Finanzsektor, die Russland wirklich schmerzten. Zudem forderte Selenskyj erneut einen «richtigen Öl-Preisdeckel», der Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Energie schmĂ€lert.

Der ukrainische Staatschef wird bei dem bis Dienstag in Kanada angesetzten Treffen als Gast erwartet. FĂŒr Selenskyj gilt das Treffen als wichtige Plattform, um bei den VerbĂŒndeten der Ukraine um weitere militĂ€rische und finanzielle UnterstĂŒtzung im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg zu werben.

Tausende russische Angriffe auf Ukraine

Trotz der bisherigen Sanktionen fĂŒhrt Russland inzwischen seit mehr als drei Jahren Krieg. Die Zahl der Angriffe habe sich zuletzt weiter erhöht, klagte Selenskyj. Seit Anfang dieses Monats habe das Nachbarland rund 2.800 Drohnen, fast 3.000 Gleitbomben und 140 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt. Allein in der Nacht zum Sonntag habe es 183 Angriffe mit Drohnen und 11 mit Raketen und Marschflugkörpern gegeben.

Demnach galten die Angriffe vor allem der Stadt Krementschuk im zentralukrainischen Gebiet Poltawa. Dort beschießen die Russen seit Kriegsbeginn einen ölverarbeitenden Betrieb, der fĂŒr die Versorgung der ukrainischen StreitkrĂ€fte mit Treibstoff wichtig ist. Laut Behörden wurde niemand verletzt. Selenskyj sprach aber in seiner abendlichen Videobotschaft von SchĂ€den an der Energie-Infrastruktur dort. Das russische Verteidigungsministerium berichtete ebenfalls ĂŒber die Angriffe.

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