Historische Vermittlungsrunde in Pakistan beginnt
11.04.2026 - 15:04:25 | dpa.deBegleitet von hohen Erwartungen haben in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Verhandlungen ĂŒber eine dauerhafte Beilegung des Iran-Konflikts begonnen. Das teilten pakistanische Regierungsvertreter mit, auch der iranische Staatssender Irib meldete den Beginn.Â
Die US-Delegation leitet VizeprĂ€sident JD Vance, auf iranischer Seite fĂŒhrt ParlamentsprĂ€sident Mohammad Bagher Ghalibaf die Delegation an. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und der Armeechef des Landes, Feldmarschall Asim Munir, ĂŒbernehmen die Vermittlung.
Details der GesprÀche unklar
Der genaue Ablauf der GesprĂ€che ist bislang nicht bekannt. Möglich sind direkte GesprĂ€che beider Seiten unter pakistanischer Beteiligung. Bei indirekten GesprĂ€chen wĂŒrden beide Delegationen in unterschiedlichen RĂ€umen sitzen und Vermittler Nachrichten ĂŒberbringen. Nach iranischen Angaben sollen die GesprĂ€che nur einen Tag dauern.
Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg geht es in den Verhandlungen um die Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung. Zu den zentralen Konfliktpunkten gehört die Blockade der StraĂe von Hormus. Der Iran beansprucht die Kontrolle der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman und plant die EinfĂŒhrung eines Mautsystems. Die USA hingegen bestehen auf einer freien und sicheren Passage von Schiffen ohne GebĂŒhren - wie es zuvor der Fall war.Â
Washington fordert Ende des iranischen Atomprogramms
Zudem verlangt Washington die Herausgabe von mehr als 400 Kilogramm hoch angereicherten Urans und die Einstellung des iranischen Atomprogramms. AuĂerdem will die US-Seite BeschrĂ€nkungen fĂŒr die Entwicklung ballistischer Raketen durch den Iran.
Teheran verlangt die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, Reparationszahlungen fĂŒr KriegsschĂ€den, die Aufhebung aller Sanktionen, Garantien gegen erneute Angriffe und einen Abzug von US-Truppen aus der Region.
FĂŒr die Verhandlungen in Islamabad wurden mehr als 10.000 SicherheitskrĂ€fte, darunter Soldaten, Polizisten und paramilitĂ€rische Einheiten stationiert. Das Regierungsviertel und die diplomatische Zone wurden abgeriegelt.
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