Bolsonaro, Brasiliens

Bolsonaro erneut fĂŒr öffentliche Ämter gesperrt

01.11.2023 - 03:13:24

Brasiliens Ex-PrÀsident soll Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag vergangenen Jahres zu Wahlkampfzwecken genutzt haben. Er darf deshalb bis 2030 in kein öffentliches Amt gewÀhlt werden.

Dem brasilianischen Ex-PrĂ€sidenten Jair Bolsonaro ist in einem zweiten Verfahren erneut das passive Wahlrecht entzogen worden. Der frĂŒhere Staatschef (2019-2022) darf demnach bis 2030 in kein öffentliches Amt gewĂ€hlt werden, wie das Oberste Wahlgericht entschied.

Es war das zweite Urteil gegen den ehemaligen PrĂ€sidenten des grĂ¶ĂŸten Landes SĂŒdamerikas. Im Juni war er bereits fĂŒr acht Jahre gesperrt worden, weil er wĂ€hrend seiner Zeit als Staatschef Zweifel am brasilianischen Wahlsystem gestreut hatte. SpĂ€ter erkannte er seine Wahlniederlage gegen den amtierenden PrĂ€sidenten Luiz InĂĄcio Lula da Silva nicht ausdrĂŒcklich an.

In dem neuen Verfahren ging es um den Nationalfeiertag im September vergangenen Jahres. Kurz vor der Wahl habe der damalige PrÀsident Bolsonaro die Feierlichkeiten zu Wahlkampfzwecken missbraucht, urteilte nun das Oberste Wahlgericht. Bei MilitÀrparaden in der Hauptstadt Brasília und Rio de Janeiro wetterte Bolsonaro damals gegen seinen Herausforderer Lula.

Die neue Verurteilung verlĂ€ngert Bolsonaros Sperre fĂŒr öffentliche Ämter nicht ĂŒber 2030 hinaus. Allerdings mĂŒssen seine AnwĂ€lte diese Entscheidung nun neben dem Urteil vom Juni neu anfechten, wenn sie Bolsonaro den Weg zu einer PrĂ€sidentschaftskandidatur im Jahr 2026 freirĂ€umen wollen.

@ dpa.de