Frankreich weist GerĂŒcht ĂŒber Koks im Zug nach Kiew zurĂŒck
12.05.2025 - 11:47:47Frankreich hat GerĂŒchte ĂŒber ein angebliches Kokain-TĂŒtchen von Staatschef Emmanuel Macron im Zug auf dem Weg nach Kiew entschieden zurĂŒckgewiesen. «Dies ist ein Taschentuch. Um sich zu schnĂ€uzen», schrieb der ĂlysĂ©e-Palast auf der Plattform X und zeigte eine Nahaufnahme des weiĂen Gegenstandes. «Wenn die europĂ€ische Einheit stört, geht die Desinformation so weit, ein einfaches Taschentuch als Droge auszugeben. Diese Falschinformation wird von den inneren und Ă€uĂeren Feinden Frankreichs verbreitet.»
Macron war am Freitagabend gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dem britischen Premier Keir Starmer in die Ukraine gereist. Im Netz war anschlieĂend das GerĂŒcht verbreitet worden, Macron habe in seinem Zugabteil - als Journalisten fĂŒr einen Bildtermin dazustieĂen - eine TĂŒte mit Koks vom Tisch genommen, um sie zu verstecken. Merz soll demnach seinerseits angeblich einen Löffel zum Konsum von Kokain versteckt haben.Â
Nutzer teilten dazu ein Video mit geringer QualitĂ€t. Auf hochauflösenden Aufnahmen ist zu erkennen, dass es sich bei dem Gegenstand vor Merz um ein RĂŒhrstĂ€bchen fĂŒr ein GetrĂ€nk oder einen kleinen SpieĂ fĂŒr HĂ€ppchen handelt, nicht aber um einen Löffel.
«Vorsicht vor Manipulation», warnte der ĂlysĂ©e-Palast auf der Plattform X. Das GerĂŒcht war unter anderem auf einer Webseite verbreitet worden, die in der Aufmachung stark einer von Frankreich als Teil des russischen Propaganda-Netzwerkes identifizierten Seite gleicht. Die VorwĂŒrfe wurden auch von der Sprecherin des russischen AuĂenministeriums, Maria Sacharowa, aufgegriffen und verbreitet.
Die CDU schrieb dazu auf X: «Es ist tatsÀchlich nur ein Taschentuch.» Aktuell werde von vielen Seiten versucht, die öffentliche Meinung durch Desinformationskampagnen zu beeinflussen. «Feinde unserer Demokratie versuchen, gezielt die europÀische Einigkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schwÀchen. Wir halten dagegen.»
Auch die britische Regierung warnte vor Desinformation. Man wisse nicht, wer hinter der Falschinformation stecke, sagte ein Regierungssprecher der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. Aber man habe solche Versuche schon in der Vergangenheit gesehen, vor allem seitens des russischen Staates, der mit Blick auf den Krieg in der Ukraine zunehmend verzweifelt sei.


