Scholz, G7-PlĂ€ne Scholz begrĂŒĂt G7-PlĂ€ne zur UnterstĂŒtzung der Ukraine
13.06.2024 - 18:46:51
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die PlĂ€ne der G7-Staaten, die Ukraine mit Marktlagengewinnen, sogenannten "windfall profits", aus eingefrorenen russischen Vermögen zu unterstĂŒtzen, begrĂŒĂt.
Russlands PrĂ€sident Putin wolle "so lange seinen Krieg vorantreiben, bis alle anderen aufgeben, die Ukraine zu unterstĂŒtzen", sagte Scholz beim G7-Gipfel in Bari. "Dieser Plan ist heute gescheitert, denn mit der Absicht der G7-Staaten, 50 Milliarden Dollar zu mobilisieren, die aus den ErtrĂ€gen der windfall profits der eingefrorenen russischen Einlagen finanziert werden, ist die Grundlage dafĂŒr geschaffen, dass die Ukraine in der Lage ist, in der nĂ€chsten Zeit all das zu beschaffen, was sie beschaffen muss - an Waffen, aber auch an Investitionen in den Wiederaufbau oder in die Energieinfrastrukturen."
Dies sei ein klares Zeichen an den russischen PrĂ€sidenten, so Scholz. Putin könne nicht darauf hoffen, dass es ihm "wegen fiskalischer Probleme" in einigen UnterstĂŒtzerlĂ€ndern der Ukraine gelingen werde, diesen Krieg zu gewinnen.
Mit Blick auf den Nahostkonflikt kĂŒndigte der Bundeskanzler an, dass die G7-Staaten den dreistufigen Plan von US-PrĂ€sident Biden unterstĂŒtzen.
Dieser sieht in einer ersten Phase einen Waffenstillstand in Gaza, einen weitgehenden RĂŒckzug der israelischen Armee und eine Freilassung einiger Gruppen von israelischen Geiseln im Austausch gegen palĂ€stinensische Gefangene vor.
"Wir fordern also insbesondere die Hamas auf, die notwendige Zustimmung zu erteilen, damit das funktionieren kann", sagte Scholz. Er finde es richtig, dass die G7-Staaten in der aktuellen Situation "zusammenkommen, um darĂŒber zu beraten, welchen Beitrag wir dazu leisten können, das Frieden und Sicherheit in unserer Welt wieder besser gewĂ€hrleistet sind".
Zur Gruppe der Sieben gehören neben Deutschland auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Die EuropÀische Union hat einen Beobachterstatus.