Scholz, Nato-Gipfel

Scholz wirbt vor Nato-Gipfel fĂŒr mehr Patriots fĂŒr Kiew

09.07.2024 - 11:34:29

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wirbt weiterhin fĂŒr zusĂ€tzliche Lieferungen von Patriot-Luftabwehrsystemen an die Ukraine durch andere LĂ€nder.

"Deutschland ist vorangegangen, indem wir jetzt ein drittes Patriot-System zur VerfĂŒgung gestellt haben", sagte Scholz am Dienstag vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel in Washington. Zudem habe man durch die Lieferung von Iris-T und etwa dem Flak-Panzer Gepard verschiedene Bereiche der Luftabwehr gestĂ€rkt. Man habe bereits "andere in Europa und anderswo in der Welt gebeten", dass sie ebenfalls mehr tun fĂŒr die Ukraine, um sich gegen Raketenangriffe zu verteidigen.

"Wir hoffen, dass es mehr Patriot-Systeme aus anderen LĂ€ndern gibt. Das bleibt unverĂ€ndert so." Am Montagmorgen hatte Russland verschiedene StĂ€dte in der Ukraine mit Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. In Kiew wurde dabei auch ein Kinderkrankenhaus getroffen. Insgesamt starben nach ukrainischen Angaben durch das russische Bombardement 38 Menschen, darunter vier Kinder. Etwa 115 Menschen sollen verletzt worden sein. Der Vorfall hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. Moskau bestreitet, zivile Ziele angegriffen zu haben und spricht davon, dass herabstĂŒrzende TrĂŒmmerteile von abgefangenen Raketen die SchĂ€den verursacht hĂ€tten. Die Ukraine bittet seit LĂ€ngerem um eine weitere StĂ€rkung der Flugabwehr, insbesondere um weitere Systeme vom Typ Patriot. Diese sind bei vielen Nato-Staaten im Einsatz. Da die Munition kostspielig ist und ihre Nachproduktion lange Zeit in Anspruch nimmt, stehen viele LĂ€nder einer Lieferung jedoch skeptisch gegenĂŒber.

@ dts-nachrichtenagentur.de