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Weber erwartet außenpolitische StĂ€rker bei Sicherheitskonferenz

Veröffentlicht am: 13.02.2020 um 14:37 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

CSU-Mann Weber erwartet von den EuropĂ€ern bei der MĂŒncher Sicherheitskonferenz ein deutliches Zeichen ihrer außenpolitischen StĂ€rke.

Manfred Weber, Illustration mit AI erstellt.
Manfred Weber, Illustration mit AI erstellt.
Der Fraktionsvorsitzende der EuropĂ€ischen Volkspartei im Europaparlament, Manfred Weber, hĂ€lt große StĂŒcke auf Frankreichs Macron, so lĂ€sst es sich zumindest Webers Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" entnehmen. Dort sagte er, dass er Aufgrund von Macrons PrĂ€senz bei der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz auf ein "gutes Signal fĂŒr Europas HandlungsfĂ€higkeit" hoffe. Weber geht davon aus, dass Macron "die Debatte um eine eigenstĂ€ndige europĂ€ische Sicherheitspolitik beleben" werde. Er erinnerte daran, dass Frankreich nach dem Brexit die einzige verbliebene europĂ€ische Atommacht ist und mahnt, dass sich die anderen EuropĂ€er nicht vor "der von Macron vorangetriebenen Debatte um eine eigenstĂ€ndige atomare HandlungsfĂ€higkeit" verschließen dĂŒrfen. NatĂŒrlich erwarte der CSU Politiker nicht, dass sich alle europĂ€ischen LĂ€nder Atomwaffen anschaffen, sondern sich vielmehr mit der "eigenen und eigenstĂ€ndigen Absicherung" beschĂ€ftigen. Des Weiteren betont Manfred Weber, dass die EuropĂ€ische Union sich mit diesem Schritt keineswegs in eine Konkurrenz zur NATO begibt. So bleibe die NATO das "zentrale Schutzschild der westlichen Welt.", denn "Ein starkes Europa stĂ€rkt die NATO." Außerdem Ă€ußerte sich Weber auch zur ungeklĂ€rten FĂŒhrungsfrage der CDU. Laut ihm, dĂŒrfe die Bundesregierung sich trotz diesem Problems nicht von der Außenpolitik abwenden und sich nur mit "sich selbst beschĂ€ftigen". Denn die EuropĂ€ische Union erwarte von der deutschen RatsprĂ€sidentschaft in der zweiten JahreshĂ€lfte Antworten auf drĂ€ngende Fragen. Weber bekrĂ€ftigt, dass es vor allem bei der Migrationspolitik einen entscheidenden Durchbruch braucht. Der EV Fraktionsvorsitzende und Vize der CSU kam zum Schluss, dass die CDU "ihre FĂŒhrungsfrage parteiintern" klĂ€ren mĂŒsse. Er pocht auf seine Aussage, dass die HandlungsfĂ€higkeit der Regierung aufgrund parteiinterner Probleme nicht eingeschrĂ€nkt werden darf. Mit dem Beginn der MĂŒncher Sicherheitskonferenz am 14.02 dĂŒrften Antworten auf Manfred Webers Fragen gefunden werden. Dort treffen bis Sonntag etwa 35 Staatchefs und Regierungschefs aufeinander. Des Weiteren auch knapp 100 Außen- und Verteidigungsminister.

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