Merz, Macron

Merz, Macron und Starmer in Kiew eingetroffen

10.05.2025 - 07:01:59

Das hat es in mehr als drei Jahren Ukraine-Krieg noch nicht gegeben: Die Staats- und Regierungschefs der vier wichtigsten europÀischen Partner kommen gemeinsam nach Kiew - mit einer klaren Botschaft.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist mit dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer mit dem Zug in Kiew eingetroffen. Dort wollen die drei zusammen mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, um fĂŒr eine vollstĂ€ndige und bedingungslose Waffenruhe von 30 Tagen zu werben. Dieses Zeitfenster soll nach ihren Vorstellungen fĂŒr Friedensverhandlungen mit Russland genutzt werden.

Appell an Russland

Diese Forderung hatte zuvor US-PrĂ€sident Donald Trump aufgestellt. Sie wird von den vier EuropĂ€ern nun unterstĂŒtzt. «Wir bekrĂ€ftigen unsere UnterstĂŒtzung fĂŒr die Forderung von PrĂ€sident Trump nach einem Friedensabkommen. Russland ist aufgefordert, die BemĂŒhungen um einen dauerhaften Frieden nicht lĂ€nger zu behindern», hieß es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung, die sie auf dem Weg nach Kiew veröffentlichten.

Gedenken an Kriegstote

In Kiew wollen die vier Staats- und Regierungschefs GesprĂ€che mit Selenskyj fĂŒhren und der Kriegstoten gedenken. FĂŒr Merz ist es am vierten Tag im Amt nach Paris, Warschau und BrĂŒssel bereits die vierte Hauptstadt, die er besucht. Er hat sich zum Ziel gesetzt, dass Deutschland wieder mehr internationale Verantwortung ĂŒbernimmt. Frankreich, Polen und Großbritannien nennt er dabei immer wieder als wichtigste Partner in Europa.

@ dpa.de