US-Gericht stoppt umstrittenes Migrationsgesetz in Texas
20.03.2024 - 08:04:42 | dpa.de
Ein US-Berufungsgericht hat Medienberichten zufolge das umstrittene texanische Einwanderungsgesetz zunÀchst wieder auf Eis gelegt - nachdem der Oberste Gerichtshof wenige Stunden zuvor zugunsten von Texas entschieden hatte.
Das Gesetz soll texanischen Behörden weitreichende Befugnisse an der Grenze zu Mexiko erteilen, die sonst Bundesbehörden vorbehalten sind. Es soll texanischen Polizeibeamten erlauben, Personen festzunehmen, die verdĂ€chtigt werden, illegal die Grenze aus Mexiko in die USA ĂŒberquert zu haben. Texanische Gerichte sollen demnach auch Abschiebungen veranlassen und bei wiederholten GrenzĂŒbertritten langjĂ€hrige GefĂ€ngnisstrafen verhĂ€ngen dĂŒrfen.
Bereits am Morgen werde das Berufungsgericht aber einen Antrag aus Texas verhandeln, das Gesetz vorerst wieder in Kraft treten zu lassen, berichteten US-Medien.
Gab es schon Festnahmen?
Das Gesetz ist seit langem umstritten. Bereits im Dezember hatte der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, es unterzeichnet. Nach lĂ€ngerem juristischen Tauziehen argumentierte das US-Justizministerium schlieĂlich vor dem Supreme Court, der Bundesstaat im SĂŒden der USA ĂŒberschreite mit dem Vorhaben seine Kompetenzen - und erwirkte damit eine Verzögerung.
Mit der Entscheidung vom Supreme Court konnte das Gesetz zunÀchst erst einmal in Kraft treten, bis das Berufungsgericht es nun zunÀchst wieder stoppte. Ob es in der Zwischenzeit bereits Festnahmen gegeben hat, war laut US-Medien zunÀchst unklar.
Das Thema Migration spielt im US-PrĂ€sidentschaftswahlkampf eine groĂe Rolle. Die jĂŒngsten Entscheidungen rund um das Gesetz dĂŒrften die Debatte ĂŒber die US-Migrationspolitik weiter anfachen. Der Rechtsstreit um das Gesetz geht nun in die nĂ€chste Runde. Auch Klagen des Justizministeriums sowie mehrerer Menschen- und BĂŒrgerrechtsorganisationen mĂŒssen noch ihren Weg durch die juristischen Instanzen nehmen.
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