Vereinte Nationen: «Unerbittliche Tragödie» in Nahost
07.10.2024 - 00:01:36Ein Jahr nach den TerroranschlĂ€gen auf Israel hat das UN-NothilfebĂŒro (OCHA) die vergangenen zwölf Monate im Nahen Osten als «unerbittliche Tragödie» bezeichnet. «Keine Statistiken oder Worte können das AusmaĂ der physischen, psychischen und gesellschaftlichen Zerstörung, die stattgefunden hat, vollstĂ€ndig wiedergeben», sagte Joyce Msuya, die amtierende UN-Nothilfekoordinatorin.Â
OCHA verurteilte die AnschlĂ€ge der Hamas und anderer Terrorgruppen auf Israel am 7. Oktober 2023, bei denen etwa 1.200 Menschen getötet und fast 5.500 verletzt wurden. Es verurteilte die Verschleppung von mehr als 200 Menschen in den Gazastreifen. Sie seien dort unter anderem sexueller Gewalt ausgesetzt gewesen.Â
Noch 10.000 Tote unter TrĂŒmmern
Die anschlieĂenden israelischen MilitĂ€rschlĂ€ge im Gazastreifen hĂ€tten eine Katastrophe ausgelöst, hieĂ es weiter. Mehr als 41.000 Menschen seien nach Angaben der Hamas-Behörden getötet, fast 100.000 teils schwer verletzt worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von geschĂ€tzt 10.000 weiteren Toten unter den TrĂŒmmern.Â
KrankenhÀuser systematisch angegriffen
«Schulen, in denen vertriebene Familien untergebracht sind, wurden wiederholt beschossen, Mitarbeiter des Gesundheitswesens und KrankenhĂ€user wurden systematisch angegriffen, und Hilfskonvois wurden immer wieder blockiert und sogar beschossen», kritisierte OCHA. Menschen lebten mit extremen Entbehrungen, ohne ausreichend Essen oder medizinische Versorgung.Â
Israels MilitĂ€r wirft der Islamistenorganisation Hamas vor, HĂ€user, Kliniken, Moscheen sowie SchulgebĂ€ude und UniversitĂ€ten im Gazastreifen fĂŒr ihre Terrorzwecke zu nutzen und Anwohner als lebende Schutzschilde zu missbrauchen.Â
OCHA rief andere LÀnder auf, ihren Einfluss geltend zu machen, damit das humanitÀre Völkerrecht, das den Schutz von Zivilisten verlangt, eingehalten wird.







