Wahlzettel-Streit, Supreme

Wahlzettel-Streit bis zur Supreme Court-Entscheidung offen

18.01.2024 - 01:55:52

Das Urteil des Obersten Gerichts der USA dĂŒrfte richtungsweisend dafĂŒr sein, wie mit Donald Trumps Teilnahme an den Vorwahlen der Republikaner auch in anderen Bundesstaaten verfahren wird.

Im Streit ĂŒber die Teilnahme von Donald Trump an der Vorwahl der Republikaner in Maine wird es in dem US-Bundesstaat keine Entscheidung vor einem erwarteten Urteil des Obersten Gerichts in einem Ă€hnlichen Fall geben. Das ging aus Gerichtsunterlagen hervor.

Der Supreme Court nimmt sich demnĂ€chst der Frage an, ob der Ex-PrĂ€sident von den Wahlzetteln fĂŒr die parteiinterne Vorwahl fĂŒr die PrĂ€sidentschaftskandidatur im Bundesstaat Colorado genommen werden kann. Am 8. Februar ist dazu eine Anhörung geplant. Am 5. MĂ€rz finden die Vorwahlen in Maine und Colorado statt.

Fall in Colorado

Ende Dezember hatte zunÀchst Colorado Trump von der Vorwahl der Republikaner ausgeschlossen. Kurz darauf folgte Maine. Gegen beide Entscheidungen legten Trumps AnwÀlte Einspruch ein. In beiden Staaten wurden die Entscheidungen vorerst ausgesetzt, bis das Berufungsprozedere final geklÀrt ist.

Der Fall in Colorado ging bis ans höchste Gericht der USA. Das Urteil der obersten Richterinnen und Richter dĂŒrfte richtungsweisend dafĂŒr sein, wie mit der Teilnahme Trumps an den Vorwahlen der Republikaner auch in anderen Bundesstaaten verfahren wird.

Weitere Klagen

Trump-Gegner erklĂ€ren im ganzen Land in Klagen, der Ex-PrĂ€sident habe wegen seiner Rolle bei der Attacke auf das US-Kapitol sein Recht verspielt, erneut als PrĂ€sident zu kandidieren. Seine AnhĂ€nger hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam das Kapitol in Washington gestĂŒrmt.

Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der PrĂ€sidentenwahl von 2020 formal zu bestĂ€tigen. Trump hatte seine AnhĂ€nger zuvor bei einer Rede durch Behauptungen aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg durch massiven Betrug gestohlen worden sei. Infolge der Krawalle kamen damals fĂŒnf Menschen ums Leben.

@ dpa.de