Rettung im Iran: Was bekannt ist - und was nicht
05.04.2026 - 15:25:06 | dpa.de
US-PrĂ€sident Donald Trump beschreibt die Rettung des im Iran nach dem Abschuss eines Kampfjets vermissten US-Soldaten wie Szenen aus einem Hollywoodfilm. Immer mehr Details kommen ans Licht. Am Montag (19.00 Uhr MESZ) will Trump mit dem MilitĂ€r eine Pressekonferenz im WeiĂen Haus dazu geben. Was zum jetzigen Zeitpunkt bekannt ist - und was nicht.
Der gerettete SoldatÂ
- befindet sich aktuell in medizinischer Behandlung, der «New York Times» zufolge in Kuwait. Nach Trumps Angaben ist er schwer verletzt. Trump Ă€uĂerte sich optimistisch, dass er wieder vollstĂ€ndig genesen werde.
- war in der abgeschossenen F-15E als Waffensystemoffizier im Einsatz. Dieser sitzt im Cockpit des Kampfflugzeugs hinter dem Piloten und ist dafĂŒr verantwortlich, dass die Bomben ins Ziel treffen.
- ist laut Trump ein «hochgeachteter Colonel», also ein erfahrener Offizier mit langjÀhriger Karriere.
- konnte sich - wie der Pilot - bei dem feindlichen Beschuss per Schleudersitz aus dem abstĂŒrzenden Kampfjet retten.
- verbarg sich ĂŒbereinstimmenden Medienberichten zufolge ĂŒber 24 Stunden im SĂŒdwesten Irans in felsigem GelĂ€nde und entging so der Gefangennahme. Laut dem Sender Fox News ist er fĂŒr solche KrisenfĂ€lle ausgebildet.
Die Rettungsoperation
- wurde im Verbund von mehreren Einheiten des US-MilitĂ€rs durchgefĂŒhrt. Eine «unglaubliche Demonstration von Mut und Können von allen Beteiligten», schrieb Trump. Dutzende Flugzeuge sind dem US-PrĂ€sidenten zufolge im Einsatz gewesen.
- verlief laut Trump auf US-Seite ohne Verletzte oder Tote.
- wurde vom Auslandsgeheimdienst CIA unterstĂŒtzt. Dieser soll der BBC zufolge fĂŒr die Lokalisierung des Soldaten zustĂ€ndig gewesen sein und zur Ablenkung Falschinformationen im Iran verbreitet haben.
- wurde ĂŒbereinstimmenden Medienberichten zufolge von iranischen KrĂ€ften gestört. Der arabische Sender Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es im Verlauf der Rettung zu einem «heftigen Feuergefecht» kam. Dem Vernehmen nach sorgten US-LuftschlĂ€ge dafĂŒr, dass die Iraner nicht nĂ€her an den Soldaten herankommen konnten. Trump stellte es so dar, dass die iranischen «Feinde» dem US-Soldaten Stunde fĂŒr Stunde nĂ€herkamen.
- wurde ĂŒbereinstimmenden Medienberichten zufolge in der Endphase von einem tief in iranischem Gebiet provisorisch errichteten Landefeld ausgefĂŒhrt. Zwei dort beschĂ€digte Transportflugzeuge - mutmaĂlich verursacht durch die BodenverhĂ€ltnisse - mussten zurĂŒckgelassen und zerstört werden. Damit wurde verhindert, dass sie in iranische HĂ€nde fielen, wie die «New York Times» berichtete.
- wurde vom Iran als «Fehlschlag» beschrieben, was der US-Darstellung komplett widerspricht. Teheran behauptet, zwei Black-Hawk-Hubschrauber, ein C-130-Transportflugzeug sowie Drohnen beschossen und zerstört zu haben.
Noch unklar oder völlig offen ist
- wie und mit welcher Waffe es den iranischen KrĂ€ften gelungen ist, den Kampfjet abzuschieĂen. Trump hatte immer wieder behauptet, die USA hĂ€tten in dem Krieg die absolute Lufthoheit.
- der Verbleib der TrĂŒmmer der Maschine. Die F-15E ist ein hoch entwickeltes Kampfflugzeug speziell fĂŒr prĂ€zise Luftangriffe.Â
- ob, und wenn ja, wie stark US-Flugzeuge und Helikopter bei der Operation beschÀdigt wurden.
- wo genau die Rettung erfolgte und wo die Landezone errichtet wurde.
- welche Auswirkungen der Abschuss und die beiden Rettungsaktionen auf das weitere Kriegsgeschehen haben werden.
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