USA, MilitÀr

Bericht: Ministerium weist Bedenken an Stark Defence zurĂŒck

20.02.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Verteidigungsministerium sieht in der Beteiligung des US-MilliardÀrs Peter Thiel am deutschen Start-up "Stark Defence" keinen Grund, dem Unternehmen den Auftrag zur Lieferung von Kamikazedrohnen zu verweigern.

Verteidigungsministerium (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Verteidigungsministerium (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das ergibt sich aus einem Informationspapier des Ministeriums, das am Donnerstag an Bundestagsabgeordnete weitergeleitet wurde und ĂŒber das die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Freitagausgaben) berichten.

Darin heißt es, nach Auskunft des Unternehmens sei "Peter Thiel ĂŒber seine Beteiligungsgesellschaft Thiel Capital einer von vielen MinderheitsaktionĂ€ren", dessen Anteile "weiterhin unter 10 Prozent" lĂ€gen. Er sei "nicht Mitglied des Aufsichtsrats", es bestĂŒnden "keine Kontroll- oder andere Sonderrechte", die Thiel Einblick in oder Einfluss auf die operative GeschĂ€ftsfĂŒhrung ermöglichen wĂŒrden. "Kein AktionĂ€r, auch nicht Peter Thiel", habe Zugang zu Technologie, Einfluss auf deren Weitergabe oder auf Forschungs- und Entwicklungsentscheidungen.

"WĂŒrde eine etwaige Beteiligung von Peter Thiel die 10-Prozent-Schwelle ĂŒberschreiten, wĂŒrde dies eine Investitionskontrolle auslösen, die der Bundesregierung jederzeit die Möglichkeit eröffnet, diese höhere Beteiligung zu untersagen", erklĂ€rte das Ministerium weiter. Zudem stellten Geheimhaltungsklauseln sicher, "dass nur das im Rahmen der Realisierung betroffene Personal innerhalb des Unternehmens ĂŒber vertrauliche Informationen Kenntnis erhĂ€lt", so das Papier.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte am Dienstag bei einem Truppenbesuch erklĂ€rt, er teile "ausdrĂŒcklich" die Bedenken von Parlamentariern etwa der GrĂŒnen gegen Thiel. Es mĂŒsse geklĂ€rt werden, welchen Einfluss Thiel auf "Stark Defence" habe. "Wenn er Einfluss auf das operative GeschĂ€ft hat, SperrminoritĂ€ten hat, in welcher Form auch immer, dann reden wir ĂŒber eine andere QualitĂ€t, als wenn er im beispielsweise einstelligen Prozentbereich quasi Teilhaber ist, aber keinen Einfluss auf das operative GeschĂ€ft hat", sagte Pistorius.

Der Haushaltsausschuss soll am Mittwoch ĂŒber die Anschaffung der Kamikazedrohnen entscheiden. Die VertrĂ€ge mit den Start-ups "Stark Defence" und "Helsing" umfassen dem Ministeriumspapier zufolge zunĂ€chst Lieferungen im Wert von rund 540 Millionen Euro - mit der Möglichkeit zu FolgeauftrĂ€gen, wie es heißt. Der grĂ¶ĂŸte deutsche RĂŒstungskonzern, Rheinmetall, erhalte "zum jetzigen Zeitpunkt keinen Vertrag", weil die Ergebnisse bei Tests seiner Kamikazedrohnen "noch nicht hinreichend" gewesen seien.

Zur BegrĂŒndung fĂŒr die beabsichtigen AuftrĂ€ge an deutsche Unternehmen heißt es, "die nationale RĂŒstungsindustrie" mĂŒsse "zukĂŒnftig in der Lage sein, die Bedarfe der Bundeswehr in einem großmaßstĂ€blichen Konflikt mit einem potenten Gegner decken zu können". So werde auch das Risiko gemindert, dass feindliche Maßnahmen gegen ein bestimmtes System die EinsatzfĂ€higkeit der Bundeswehr in GĂ€nze unterbinden könnten. Gleichzeitig werde die Bereitstellung hinreichender StĂŒckzahlen fĂŒr die Brigade Litauen bereits bis Anfang 2027 ermöglicht.

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