Demonstranten, US-KongressgebÀude

Demonstranten in US-KongressgebÀude - Festnahmen

19.10.2023 - 12:12:18

Demonstrationen sind in KongressgebÀuden eigentlich verboten. Dennoch haben rund 400 Menschen dort eine Waffenruhe in Nahost gefordert. Dabei kommt es auch zu Angriffen auf EinsatzkrÀfte.

  • Demonstranten protestieren im Cannon House Office Building auf dem Capitol Hill. - Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa

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  • Demonstranten protestieren im Cannon House Office Building auf dem Capitol Hill. - Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa

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Demonstranten protestieren im Cannon House Office Building auf dem Capitol Hill. - Foto: Jose Luis Magana/AP/dpaDemonstranten protestieren im Cannon House Office Building auf dem Capitol Hill. - Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa

Hunderte Demonstrantinnen und Demonstranten haben in einem GebÀude des US-Parlaments in Washington eine Feuerpause im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas gefordert.

Wie die Polizei am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte, kam es bei der Protestaktion im dem zum Kapitol gehörigen Cannon House Office Building zu Angriffen auf EinsatzkrÀfte. Etwa 300 Menschen seien festgenommen worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Organisatoren.

400 Menschen in KongressgebÀude

Insgesamt hatten demnach etwa 400 Menschen in der Rotunda des GebĂ€udes protestiert. Sie seien rechtmĂ€ĂŸig als Besucher dort hineingelangt, berichtete der Sender CBS unter Berufung auf die Polizei. Im Innern seien Demonstrationen jedoch nicht gestattet. Fotos zeigten Teilnehmer mit T-Shirts, auf denen die Aufschrift «Not in Our Name» («Nicht in unserem Namen») zu lesen war. Organisiert hatten die Aktion nach Medienangaben die antizionistischen jĂŒdischen Organisationen Jewish Voice for Peace und If Not Now. Der Antizionismus spricht dem Staat Israel das Existenzrecht ab.

Ein Raketeneinschlag an der Al-Ahli-Klinik im abgeriegelten Gazastreifen mit vielen Toten hat vor allem in arabischen und islamischen LĂ€ndern große Wut ausgelöst. Dort und auch in Deutschland gab es anti-israelische Demonstrationen.

Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde hatte am Dienstagabend umgehend Israel fĂŒr den Raketeneinschlag verantwortlich gemacht, arabische Nachbarstaaten schlossen sich dem an. Israel wies dies entschieden zurĂŒck und sprach vom Einschlag einer verirrten Rakete der militanten PalĂ€stinenserorganisation Islamischer Dschihad. Auch die US-Regierung hĂ€lt Israel nach «derzeitiger EinschĂ€tzung» nicht fĂŒr verantwortlich.

@ dpa.de