Ausland, NRW

NRW: Abschiebestopp in den Iran lÀuft aus

30.06.2023 - 19:10:16

Der Abschiebestopp des Landes NRW in den Iran lÀuft am Freitag aus.

Das bestĂ€tigte eine Sprecherin des NRW-FlĂŒchtlingsministeriums von Josefine Paul (GrĂŒne) der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Zwar ist das VerhĂ€ngen von Abschiebestopps grundsĂ€tzlich LĂ€ndersache.

Sollte dieser jedoch lĂ€nger als sechs Monate andauern, sei das Einvernehmen des Bundesinnenministeriums erforderlich, erklĂ€rte eine Sprecherin. Das Bundesland habe seinen Spielraum voll ausgeschöpft. NRW-FlĂŒchtlingsministerin Josefine Paul (GrĂŒne) bezeichnete die Menschenrechtslage im Iran weiterhin als dramatisch: "Die iranische Regierung geht noch immer mit brutaler Gewalt gegen Frauen, MĂ€nner und sogar Kinder vor, die friedlich fĂŒr ihre Rechte protestieren. Die tĂ€glichen Meldungen zu Verhaftungen, Folter und massenhaften Hinrichtungen lassen mich fassungslos zurĂŒck und zeigen mit welcher BrutalitĂ€t das Regime im Iran vorgeht." Vor dem Hintergrund dieser anhaltenden Menschenrechtsverletzungen sei es unverantwortlich, im Moment Personen dorthin zurĂŒckzufĂŒhren, so Paul. "Um Abschiebungen in den Iran weiter aussetzen zu können, braucht es daher dringend eine bundesweit einheitliche und konkretisierte Regelung, fĂŒr die wir bereits frĂŒhzeitig auf den Bund zugegangen sind. Angesichts der aktuellen Menschenrechtslage hĂ€lt NRW eine ÜberprĂŒfung eines neuerlichen Abschiebestopps nach sechs Monaten fĂŒr angemessen."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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