Kriegskosten: Ukraine verabschiedet Nachtragshaushalt
18.09.2024 - 11:33:06Die von Russland angegriffene Ukraine hat wegen des andauernden Kriegs einen Nachtragshaushalt mit umgerechnet ĂŒber zehn Milliarden Euro Mehrausgaben, hauptsĂ€chlich fĂŒr das MilitĂ€r, verabschiedet. Nach örtlichen Medienberichten stimmte eine deutliche Mehrheit im Parlament fĂŒr das Gesetz. Die Haushaltsausgaben steigen damit um gut 13 Prozent auf umgerechnet ĂŒber 81 Milliarden Euro - ein Rekordwert fĂŒr die Ukraine.
 Finanziert werden sollen die Ausgabensteigerungen ĂŒber höhere Steuereinnahmen und Kredite unter anderem von der EuropĂ€ischen Union. Zudem soll es Einsparungen im sozialen Bereich geben. Aktuell werden im Parlament umstrittene Steuererhöhungen diskutiert.
Notwendig geworden waren die HaushaltsĂ€nderungen, um Soldaten unter anderem die FrontzuschlĂ€ge fĂŒr den September zahlen zu können. Die ursprĂŒngliche Haushaltsplanung fĂŒr 2024 ging MinisterprĂ€sident Denys Schmyhal zufolge nur von KĂ€mpfen bis Ende August aus. Grundlage seien Prognosen des Internationalen WĂ€hrungsfonds gewesen.Â
GestĂŒtzt wurde der Haushaltsplan bisher auch durch eine von der Zentralbank zugelassene langsame Abwertung. Die LandeswĂ€hrung Hrywnja wertete seit Jahresbeginn gegenĂŒber dem US-Dollar gut acht Prozent und gegenĂŒber dem Euro fast zehn Prozent ab. Aus dem Ausland eintreffende Hilfsgelder und Kredite ergeben so gröĂere Summen in Hrywnja. FĂŒr 2025 ist im Haushaltsentwurf bereits eine Abwertung um weitere etwa acht Prozent eingeplant.Â
Die Ukraine wehrt seit ĂŒber zweieinhalb Jahren eine russische Invasion ab. Seit Kriegsbeginn hat die Ukraine nach eigenen Angaben umgerechnet ĂŒber 88 Milliarden Euro Finanzhilfen aus dem Ausland erhalten.


