London: Kliniken in Russland leiden unter Aufwand fĂŒr Krieg
08.04.2024 - 12:15:41Wichtige zivile Dienste in Russland wie KrankenhĂ€user leiden nach britischer Darstellung unter den Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Grund seien die gewaltigen personellen und finanziellen Ressourcen, die fĂŒr den Krieg bereitgestellt wĂŒrden, teilte das britische Verteidigungsministerium mit. «Die Zahl der medizinischen FachkrĂ€fte in Russland wird im Laufe des Jahres 2024 weiter sinken.»
Als Ersatz rekrutiere Russland medizinisches Personal in Afrika, hieĂ es unter Berufung auf die Denkfabrik Center for European Policy Analysis in Washington. Diese Mitarbeiter mĂŒssen demnach keine Qualifikationsnachweise vorlegen auĂer einer SelbsteinschĂ€tzung. Das Vorgehen gefĂ€hrde die klinischen Leistungen, betonte das britische Ministerium.
Die Behörde zitierte den russischen Parlamentsvorsitzenden Wjatscheslaw Wolodin, der Anfang April von 30.000 fehlenden Ărztinnen und Ărzten gesprochen habe. Bei BezirkskrankenhĂ€usern liege der Mangel bei rund 50 Prozent. Das sei eine leichte Steigerung im Vergleich zum November 2023. Grund sei, dass einige FachkrĂ€fte zu privaten Anbietern gewechselt seien und andere das Land verlassen hĂ€tten. Etwa 2 Prozent der Ărzte und des Fachpersonals seien ausgereist, um der Teilmobilmachung im September 2022 zu entgehen, hieĂ es in London weiter.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als zwei Jahren gegen einen Angriff Russlands. Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seitdem regelmĂ€Ăig Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.


