Söder, Merz

Söder zu Merz US-Besuch: Bin froh, dass ich das nicht machen muss

05.06.2025 - 12:19:52

Der bayrische MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) ist nicht neidisch auf das Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit US-PrĂ€sident Donald Trump heute im Weißen Haus.

"Ich bin ganz froh, dass ich das nicht machen muss, denn das ist ja schon ein besonderes Treffen", sagte Söder am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Normalerweise sei es in der Vergangenheit immer ein Treffen unter Freunden gewesen zur BestĂ€tigung der gemeinsamen Ziele und Interessen. Er habe Merz bei einem Treffen gestern Abend geraten: "Erwarte das Unerwartbare. Sei offen fĂŒr alles."

Nun bleibe abzuwarten, "ob es hoffentlich gut ausgeht". Das Wichtigste, was Merz erreichen mĂŒsse, sei ohnehin, ĂŒberhaupt weiter den Zugang zum US-PrĂ€sidenten zu haben. "Bei jemandem wie Trump scheint es ja extrem wichtig zu sein, jenseits aller Interessen, dass irgendeine persönliche Möglichkeit des GesprĂ€ches entsteht", meint Söder. Merz kenne die Amerikaner, habe ein sehr amerikanisches Umfeld und sei sehr erfahren, deshalb hoffe er, dass es ganz gut lĂ€uft. Nach wie vor seien die USA der engste und wichtigste VerbĂŒndete Deutschlands außerhalb Europas. "Sie sind nach wie vor auch die Demokratie, auch wenn wir manchmal große Sorgen haben, was da passiert und uns auch zu Recht ĂŒber manches wundern", so Söder. Söder wĂŒrde gerne Studenten, die kĂŒnftig aufgrund des Streits mit dem US-PrĂ€sidenten nicht mehr an der Elite-UniversitĂ€t Harvard lernen können, nach Deutschland holen. "Ich kann auch wirklich nur sagen: Bitte alles nach Deutschland, gerne auch nach Bayern", sagte er. Er könne die Entscheidung von Trump nicht verstehen, diese nicht mehr einreisen zu lassen und finde sie auch nicht gut. Es gĂ€be in Bayern die grĂ¶ĂŸte Infrastruktur fĂŒr UniversitĂ€ten, daher wolle er das Angebot auch an den Bund machen: "Wir bieten da gern an, sozusagen diesen Exilcampus fĂŒr Harvard in Bayern sofort zu machen."

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