Laschet: Kein militĂ€rischer Beistand fĂŒr DĂ€nemark gegen die USA
10.01.2026 - 11:57:00Grönland gewinne neue geostrategische Bedeutung, und es seien dort immer mehr russische und chinesische Kriegs- und Handelsschiffe zu sehen, fĂŒhrte der Vorsitzende des AuswĂ€rtigen Ausschusses im Bundestag aus. "Diese Herausforderung könnte die Nato gemeinschaftlich annehmen, ohne dass die Vereinigten Staaten sich Grönland einverleiben."
Laschet verwies darauf, dass Interventionen im Ausland keine Besonderheit von US-PrÀsident Donald Trump seien. "Die Tötung von Osama bin Laden ohne Gerichtsbeschluss auf pakistanischem Boden unter PrÀsident Obama war völkerrechtlich genauso kritisch", sagte er. "Wir waren damals alle erleichtert."
Der AuĂenpolitiker rechtfertigte die zurĂŒckhaltende Reaktion der EuropĂ€er nach der EntfĂŒhrung des venezolanischen PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro. Eine offene Kritik europĂ€ischer Regierungschefs am US-PrĂ€sidenten "hĂ€tte das Ende der Ukraine-Verhandlungen bedeutet", sagte er. Auf die Nachfrage, ob man Trump mit Leisetreterei bei Laune halten könne, entgegnete Laschet: "Was hĂ€tten wir denn tun sollen? Den GeschĂ€ftstrĂ€ger in der amerikanischen Botschaft einbestellen? Sanktionen gegen die USA verhĂ€ngen? Amerikanische Vermögenswerte einfrieren? Maduros Freilassung fordern? Die wichtigste Aufgabe ist, den Ukraine-Krieg bald zu beenden und die Ukraine zu schĂŒtzen. Und das geht nur mit den Amerikanern."


