Trump, Schuldspruch

Trump bleibt trotz Schuldspruch zu UnterlagenfÀlschung straffrei

10.01.2025 - 16:30:40

Der designierte US-PrĂ€sident Donald Trump ist am Freitag im New Yorker Strafprozess ĂŒber die FĂ€lschung von GeschĂ€ftsunterlagen und VerstĂ¶ĂŸe gegen das Wahlgesetz ohne Strafe bedingungslos entlassen worden.

Der New Yorker Richter Juan Merchan machte in der VerkĂŒndung des Strafmaßes deutlich, dass lediglich sein Amt den in allen 34 Anklagepunkten als Schwerverbrecher verurteilten Ex-PrĂ€sidenten vor einer Geld- oder Haftstrafe schĂŒtzt. Das Urteil gegen Trump steht in Verbindung mit Schweigegeldzahlungen an Pornodarstellerin Stormy Daniels in Höhe von 130.000 Dollar. Trump war nicht fĂŒr die Zahlung an sich angeklagt, diese ist in den USA legal.

Er soll dem Urteil zufolge jedoch die Zahlungen, die sein frĂŒherer Anwalt Michael Cohen fĂŒr ihn tĂ€tigte, als gewöhnliche Rechtskosten getarnt haben. In New York ist UnterlagenfĂ€lschung ein Vergehen - außer sie hat das Ziel, ein anderes Verbrechen zu verschleiern. Die Staatsanwaltschaft witterte bei der verschleierten Zahlung eine Verschwörung zur UnterstĂŒtzung einer politischen Kampagne mit "ungesetzlichen Mitteln". Sie warf Trump damit vor, wĂ€hrend der PrĂ€sidentschaftskampagne 2016 gegen das Wahlgesetz verstoßen zu haben. Sein frĂŒherer Anwalt belastete in dem Prozess den damaligen PrĂ€sidentschaftsbewerber: Trump soll ihn beauftragt haben, Berichte ĂŒber seine AffĂ€ren zu stoppen. Der inzwischen wiedergewĂ€hlte Ex-PrĂ€sident selbst sagte in dem Prozess nicht aus. Seine Verteidigung versuchte, Cohen als LĂŒgner darzustellen. Trump war schließlich von den zwölf Geschworenen in allen 34 Anklagepunkten fĂŒr schuldig befunden worden. Es war das erste Mal, dass ein Ex-PrĂ€sident in einem Strafprozess schuldig gesprochen wurde. Bereits vor der nun erfolgten VerkĂŒndung des Strafmaßes hatte der Richter angedeutet, dass Trump nicht ins GefĂ€ngnis muss. Er verwies unter anderem auf die ImmunitĂ€ts-Entscheidung des von Republikanern dominierten Obersten Gerichtshofs. Eine bedingungslose Entlassung scheine "die praktikabelste Lösung zu sein", um die EndgĂŒltigkeit des Urteils zu gewĂ€hrleisten und dem Beklagten die Möglichkeit zu geben, seine Berufungsmöglichkeiten zu nutzen, argumentierte Merchan.

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