Trump, Iran

Trump: Der Iran sitzt praktisch schon am Verhandlungstisch

17.06.2025 - 00:09:05 | dpa.de

Der Großangriff Israels auf den Iran torpedierte die laufenden AtomgesprĂ€che zwischen Washington und Teheran. Doch der US-PrĂ€sident rechnet mit deren Fortsetzung - und einem Abkommen.

US-PrÀsident Trump erwartet eine Fortsetzung der AtomgesprÀche mit dem Iran.  - Foto: Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa
US-PrÀsident Trump erwartet eine Fortsetzung der AtomgesprÀche mit dem Iran. - Foto: Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa

Im Konflikt zwischen dem Iran und Israel sieht US-PrÀsident Donald Trump Chancen auf eine Verhandlungslösung. «Ich denke, es wird ein Abkommen unterzeichnet werden», sagte Trump am Rande des G7-Gipfels in Kanada. Andernfalls werde etwas passieren, schob er nach, ohne konkreter zu werden. «Es wird ein Abkommen unterzeichnet werden, und ich denke, der Iran ist dumm, wenn er es nicht unterzeichnet.» Teheran sitze «praktisch schon am Verhandlungstisch», betonte er. «Sie wollen einen Deal machen, und sobald ich hier weg bin, werden wir etwas unternehmen.» Vorerst sei er aber bei dem G7-Treffen gebunden.

Auf die Frage, ob er glaube, dass Israel die nukleare Bedrohung durch den Iran ohne militÀrische Hilfe der USA vollstÀndig beseitigen könnte, entgegnete Trump: «Das ist irrelevant. Es wird etwas passieren.» Und auf die Frage, ob er einen Regimewechsel im Iran anstrebe, antwortete der Republikaner: «Ich möchte, dass es im Iran keine Atomwaffen gibt, und wir sind auf dem besten Weg, das zu erreichen.»

Israels Angriffe und die Atomverhandlungen

Israel attackiert seit mehreren Tagen Ziele im Iran - darunter Atomanlagen, fĂŒhrende MilitĂ€rs, Atomwissenschaftler, Verteidigungsstellungen, Ziele in StĂ€dten und Öl- und Erdgasfelder. Das erklĂ€rte Hauptziel ist es, die Islamische Republik an der heimlichen Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel. 

Die Trump-Regierung hatte in den vergangenen Monaten auf dem Verhandlungsweg versucht, eine EindÀmmung des iranischen Atomprogramms zu erreichen. Unter Vermittlung des Golfstaats Oman gab es direkte GesprÀche zwischen Vertretern Washingtons und Teherans. 

Nach der militĂ€rischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran wurde eine geplante weitere GesprĂ€chsrunde zunĂ€chst abgesagt. Laut einem Bericht des «Wall Street Journals» will der Iran nun aber an den Verhandlungstisch zurĂŒckkehren. Teheran habe Vermittlern aus arabischen Staaten mitgeteilt, dass es zu GesprĂ€chen ĂŒber sein Atomprogramm bereit sei, solange die USA sich nicht an den Angriffen beteiligten, schrieb das Blatt.

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