Israels Armeechef: Keine ZugestÀndnisse an Hisbollah
05.10.2024 - 19:07:54Israels Armeechef Herzi Halevi hat erneut ein entschiedenes Vorgehen gegen die libanesische Hisbollah-Miliz angekĂŒndigt. «Wir mĂŒssen weiterhin Druck auf die Hisbollah ausĂŒben und dem Feind weiteren und kontinuierlichen Schaden zufĂŒgen, ohne ZugestĂ€ndnisse und ohne Ruhepause fĂŒr die Organisation», sagte der israelische Generalstabschef nach Angaben der Armee.Â
Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu hatte Ende September bereits angekĂŒndigt, dass Israel die Hisbollah mit aller Kraft schlagen werde und nicht aufhören werde, ehe Israels Ziele, vor allem die RĂŒckkehr der israelischen Vertriebenen in ihre Heimatorte im Norden des Landes, erreicht seien. Kurz zuvor hatte eine Staatengruppe um die USA und Deutschland eine Kampfpause gefordert, um in der Zeit eine diplomatische Lösung des Konflikts zu erreichen.
Israel befĂŒrchtet, die mit dem Iran verbĂŒndete Hisbollah könnte sich im Falle einer Waffenruhe von den schweren SchlĂ€gen der vergangenen Tage und Wochen erholen und sich neu gruppieren.
Die israelische Armee habe seit Beginn ihrer Bodenoffensive im SĂŒdlibanon rund 440 Mitglieder der Hisbollah bei KĂ€mpfen und bei Luftangriffen getötet, teilte Armeesprecher Daniel Hagari mit. Darunter seien 30 Kommandeure. Die Angaben lieĂen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. Die Hisbollah Ă€uĂert sich derzeit nicht zu Opfern in ihren Reihen.
Israels Armee teilte auĂerdem mit, Soldaten hĂ€tten einen 250 Meter langen Hisbollah-Tunnel im SĂŒdlibanon zerstört. Dieser sei fĂŒr einen geplanten TerrorĂŒberfall der Miliz in Nordisrael bestimmt gewesen. In dem unterirdischen Tunnelsystem habe es unter anderem auch eine KĂŒche sowie WohnrĂ€ume gegeben. Hagari zufolge ermöglichte dies den Hisbollah-Mitgliedern lĂ€ngere Aufenthalte im Untergrund. Der Tunnel befindet sich demnach rund 300 Meter von der israelischen Grenze entfernt. Die Armee veröffentlichte auch Aufnahmen des unterirdischen Komplexes. Auch diese Angaben konnten zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig verifiziert werden.
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