Amnestie in Belarus rund um Besuch des US-Sondergesandten
21.06.2025 - 16:48:42 | dpa.de
In der autoritĂ€r gefĂŒhrten Ex-Sowjetrepublik Belarus sind nach Medienberichten 14 politische Gefangene aus der Haft entlassen worden. Unter den Freigelassenen sei auch der Ehemann der im Exil lebenden OppositionsfĂŒhrerin Swetlana Tichanowskaja, Sergej Tichanowski, berichtete das unabhĂ€ngige Internetportal «Nascha Niwa». Demnach ist Tichanowski bereits aus dem Land ausgereist. Ein weiterer prominenter Freigelassener ist der Journalist Igor Karnej. Die Amnestie hĂ€ngt laut dem Internetportal mit dem Besuch des US-Sondergesandten Keith Kellogg zusammen.
Tichanowskaja bestĂ€tigte spĂ€ter auf dem sozialen Netzwerk X die Freilassung ihres Mannes. «Mein Mann ist frei. Es ist schwer, die Freude in meinem Herzen zu beschreiben», schrieb sie. Sie bedankte sich bei den USA und der EU fĂŒr die BemĂŒhungen um die Freilassungen.
Der deutsche AuĂenminister Johann Wadephul nannte die Freilassung Tichanowskis auf X eine «fantastisch gute Nachricht». Zugleich wĂŒrden die vielen anderen Gefangenen in Belarus nicht vergessen. «Lukaschenko muss sie endlich freilassen», schrieb der CDU-Politiker.Â
Der schwedische MinisterprĂ€sident Ulf Kristersson richtete auf X einen Dank an US-PrĂ€sident Donald Trump und an Kellogg aus. Unter den Freigelassenen sei neben Tichanowski auch eine schwedische StaatsbĂŒrgerin, Galina Krasnjanskaja, schrieb er. Der Druck auf Belarus mĂŒsse aufrechterhalten werden, bis alle politischen Gefangenen freigelassen worden seien.
Kellogg hatte zuvor den Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko, besucht. Bei den GesprĂ€chen ging es um eine friedliche Lösung fĂŒr Russlands Krieg in der Ukraine, aber auch um die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Belarus. Lukaschenko hatte sich bei umstrittenen Wahlen 2020 zum Sieger erklĂ€ren lassen. Proteste der Opposition, die Tichanowskaja als Sieger sahen, lieĂ er damals blutig niederschlagen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

