MilitÀrexperte erwartet Festhalten Putins an Wagner-Söldner
01.07.2023 - 01:06:02Nach dem Aufstand und seinem Gang ins weiĂrussische Exil werde Prigoschin "fĂŒr die Zukunft von Wagner keine Rolle mehr spielen", sagte der Professor fĂŒr Internationale Politik, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). "Er ist hoch gefĂ€hrdet und kann froh sein, wenn er in den nĂ€chsten Jahren nicht getötet wird."
Die Wagner-Truppe werde nach seiner EinschĂ€tzung aber nicht aufgelöst, weil "der russische Staat die Gruppe in Afrika braucht", so Masala. "Wagner vertritt dort russische Interessen, ohne dass die russische Armee dort offiziell auftreten muss, was völkerrechtlich ja schwierig wĂ€re." Wagner werde also weiterexistieren - "und zwar fĂŒr die AuslandsaktivitĂ€ten". Das Machtsystem Putin, so Masala, habe "deutliche Risse im Fundament gezeigt". Dass Putin zwölf Stunden gebraucht habe, um auf den Aufstand zu reagieren, zeige, "dass er in diesen Stunden einen Kontrollverlust erlebt hat". Derzeit versuche er "die Kontrolle ĂŒber sein Machtsystem zurĂŒckzubekommen". Sollten sich die Entlassung und die Verhaftung in der militĂ€rischen FĂŒhrungsebene bestĂ€tigen, "wĂ€re das der Beginn einer gröĂeren SĂ€uberungswelle", so der MilitĂ€rexperte. Gleichzeitig warnte er davor, dass sich die Lage in Saporischschja zu einem groĂen Problem entwickeln könnte. "Die gröĂte Gefahr momentan ist, dass die Ukrainer im SĂŒden weiter vorankommen und die russische Armee dann mit Blick auf den Verlust des SĂŒdens das Atomkraftwerk in Saporischschja sprengt", sagte Masala.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


