Hamas, Vorschlag

Hamas reagiert positiv auf Vorschlag fĂŒr neue Waffenruhe

05.07.2025 - 04:42:55

Der Plan sieht eine 60-tÀgige Feuerpause sowie die Freilassung von Geiseln und Gefangenen vor. Die Hamas stimmt der Waffenruhe nach eigener Darstellung grundsÀtzlich zu, will aber noch Details klÀren.

  • Die Hamas will vor einer neuen Waffenruhe noch einige Details klĂ€ren. - Foto: Leo Correa/AP/dpa

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  • Der neue Vorschlag sieht sie Freilassung israelischer Geiseln und palĂ€stinensischer HĂ€ftlinge vor. - Foto: Oded Balilty/AP/dpa

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  • Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen werden noch immer tĂ€glich Menschen getötet und verletzt.   - Foto: Jehad Alshrafi/AP/dpa

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Die Hamas will vor einer neuen Waffenruhe noch einige Details klÀren. - Foto: Leo Correa/AP/dpaDer neue Vorschlag sieht sie Freilassung israelischer Geiseln und palÀstinensischer HÀftlinge vor. - Foto: Oded Balilty/AP/dpaBei israelischen Angriffen im Gazastreifen werden noch immer tÀglich Menschen getötet und verletzt.   - Foto: Jehad Alshrafi/AP/dpa

Die islamistische Hamas hat nach eigener Darstellung einem Vorschlag fĂŒr eine neue Waffenruhe im Gazastreifen im Grundsatz zugestimmt. «Die Hamas hat den Vermittlern eine positive Antwort vorgelegt», teilte die Organisation in ihrem Telegram-Kanal mit. Sie sei bereit, umgehend in indirekte Verhandlungen ĂŒber die Umsetzung dieses Vorschlags einzutreten, hieß es in der ErklĂ€rung weiter. 

Weitere Einzelheiten nannte die Hamas demnach nicht, so auch nicht etwaige Bedingungen oder Vorbehalte. Ein FunktionĂ€r der Organisation, der nicht namentlich genannt werden wollte, hatte kurz vor der Veröffentlichung der ErklĂ€rung der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt, dass die Antwort an die Vermittler Ägypten, Katar und USA auch den Wunsch nach einigen Klarstellungen beinhalte.

Offene Punkte: Israels RĂŒckzug aus Gaza und humanitĂ€re Hilfe

Demnach bestehe noch KlĂ€rungsbedarf zu dem Fortbestand der Waffenruhe nach der vorerst auf 60 Tage befristeten Feuerpause, zum RĂŒckzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen sowie zum ungehinderten Zugang fĂŒr humanitĂ€re Hilfe in das abgeriegelte KĂŒstengebiet.

Der mit der Hamas verbĂŒndete Islamische Dschihad unterstĂŒtzte nach eigenen Angaben die GesprĂ€che ĂŒber eine Waffenruhe, stellte aber auch Forderungen. Die militante PalĂ€stinenserorganisation verlange Garantien, dass Israel die Kampfhandlungen nicht wieder aufnehme, sobald die Geiseln freikommen, sagte ein Sprecher im arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira. 

Vermittler schlagen Waffenruhe fĂŒr 60 Tage vor

Die Vermittler hatten zuletzt einen Vorschlag fĂŒr eine auf 60 Tage begrenzte Waffenruhe im Gaza-Krieg vorgelegt. Israel stimmte nach Angaben von US-PrĂ€sident Donald Trump den «notwendigen Bedingungen» fĂŒr den Abschluss der Feuerpause bereits zu. Am Freitagabend sagte Trump vor Journalisten an Bord der Air Force One, es könnte nĂ€chste Woche einen Gaza-Deal geben. 

Die genauen Bedingungen des neuen Vorschlags der Vermittler sind noch unklar. Israelischen und internationalen Medien zufolge sieht der Vorschlag fĂŒr einen Deal die Freilassung von zehn der noch mindestens 20 lebenden Geiseln und die Übergabe der Leichen von 18 EntfĂŒhrten im Austausch gegen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge in israelischen GefĂ€ngnissen vor.

Hamas will Garantie fĂŒr endgĂŒltiges Ende der KĂ€mpfe

FrĂŒhere Waffenruhe-Deals waren an den auseinandergehenden Vorstellungen Israels und der Hamas gescheitert. WĂ€hrend der begrenzten Zeit der Waffenruhe sollten die Seiten die Detailfragen fĂŒr einen dauerhaften Waffenstillstand ausverhandeln. 

Die Islamisten fordern ein Abkommen, das zum effektiven Ende des Kriegs fĂŒhrt. Israel möchte sich ein weiteres militĂ€risches Vorgehen nach dem Verstreichen der 60 Tage vorbehalten, wenn die Detailverhandlungen zu keinem Ergebnis fĂŒhren. 

Israelische Ex-MilitÀrs fordern Ende des Gaza-Kriegs

Vor der geplanten Reise des israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu nach Washington in der kommenden Woche haben hochrangige israelische Ex-MilitĂ€rs ein Ende des Gaza-Kriegs gefordert. In einen offenen Brief riefen die Commanders for Israel's Security (CSI) US-PrĂ€sidenten Trump dazu auf, den israelischen Regierungschef von einem Ende der Kampfhandlungen zu ĂŒberzeugen. Eine Fortsetzung des Kriegs gefĂ€hrde das Leben der Geiseln und der israelischen Soldaten und verlĂ€ngere das Leid der PalĂ€stinenser. 

«Nach unserer professionellen EinschĂ€tzung haben die israelischen StreitkrĂ€fte ihre doppelte Aufgabe, die Hamas-Regierung zu zerschlagen und ihre militĂ€rischen FĂ€higkeiten zu zerstören, lĂ€ngst erfĂŒllt», hieß es in dem Schreiben der Gruppe, der nach eigenen Angaben ĂŒber 550 ehemalige Offiziere des MilitĂ€rs, der Polizei und der Geheimdienste angehören. «Die Hamas stellt keine strategische Bedrohung fĂŒr Israel mehr dar.»

@ dpa.de