Ausland, Israel

Abbas wirft Israel in UN-Generaldebatte Großisrael-PlĂ€ne vor

25.09.2025 - 18:57:31

Der PrĂ€sident der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, hat Israel in der UN-Generaldebatte vorgeworfen, PlĂ€ne fĂŒr die Ausweitung des Staatsgebiets zu einem "Großisrael" zu verfolgen.

"Was Israel tut, ist keine Aggression. Es ist ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das dokumentiert und ĂŒberwacht wird", sagte Abbas am Donnerstag in einer Videobotschaft an die UN-Generalversammlung in New York. "Im Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, der Hauptstadt des Staates PalĂ€stina, setzt die extremistische israelische Regierung ihre Siedlungspolitik durch illegale Siedlungsausweitung und Entwicklungsprojekte zur Annexion von Siedlungen fort." Das jĂŒngste Beispiel sei der Bauplan fĂŒr das Gebiet "E-1", der "das Westjordanland in zwei Teile teilen, das besetzte Jerusalem von seiner Umgebung isolieren und die Option einer Zwei-Staaten-Lösung untergraben wĂŒrde", so Abbas.

"DarĂŒber hinaus kĂŒndigte der israelische Premierminister einen Plan fĂŒr das an, was er als Groß-Israel bezeichnet. Dies lehnen wir ab und bedauern wir zutiefst. Dieser Plan beinhaltet die Expansion in souverĂ€ne arabische Staaten." Netanjahu wurde im August in einem TV-Interview ein Amulett mit einer Karte des "Gelobten Landes" geschenkt. Der Premierminister sagte, er hĂ€nge "sehr" an dieser Vision. Erst danach erklĂ€rte der Interviewer, die Karte zeige Großisrael. Das Konzept bezieht sich auf das Gebiet zwischen dem Mittelmeer und dem Fluss Jordan, hĂ€ufig werden auch Teile Jordaniens, Libanons, Syriens und Ägyptens miteinbezogen. Abbas warf Israel einen Genozid im Gazastreifen vor. "Ich spreche heute nach fast zwei Jahren, in denen unser palĂ€stinensisches Volk im Gaza-Streifen Genozid, Zerstörung, Hunger und Vertreibung ausgesetzt war." Es könne kein gerechtes Kriegsende geben, solange PalĂ€stina nicht frei ist, so Abbas. "Wir wollen wie alle anderen Menschen auf der Erde in Freiheit, Sicherheit und Frieden leben - in einem unabhĂ€ngigen Staat mit den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als unserer Hauptstadt." Die Angriffe der Hamas am 7. Oktober lehnte Abbas ab. "Diese Handlungen reprĂ€sentieren nicht das palĂ€stinensische Volk oder seinen Kampf fĂŒr Freiheit und UnabhĂ€ngigkeit", sagte er.

@ dts-nachrichtenagentur.de