Portugal, Wahl

Prognosen: Erfolg fĂŒr Rechtspopulist bei Wahl in Portugal

18.01.2026 - 21:38:53

Der rasante Aufstieg der Rechtspopulisten sorgt in Portugal fĂŒr Aufsehen. Die Wahl des Staatsoberhauptes droht die Sorgen vieler zu verstĂ€rken. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

  • Zum ersten Mal seit 1986 wird bei der Wahl des PrĂ€sidenten in Portugal eine Stichrunde nötig.  - Foto: Armando Franca/AP/dpa

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  • Seguro belegte in der ersten Runde den ersten Platz. (Archivfoto) - Foto: Armando Franca/AP/dpa

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Zum ersten Mal seit 1986 wird bei der Wahl des PrÀsidenten in Portugal eine Stichrunde nötig.  - Foto: Armando Franca/AP/dpaSeguro belegte in der ersten Runde den ersten Platz. (Archivfoto) - Foto: Armando Franca/AP/dpa

Der Rechtspopulist André Ventura hat bei der PrÀsidentenwahl in Portugal nach Medienprognosen die Stichwahl am 8. Februar erreicht. Nach einer Erhebung des als sehr zuverlÀssig geltenden Fernsehsenders RTP erhielt Ventura am Sonntag zwischen 20 und 24 Prozent der Stimmen. Demnach kam er auf Platz zwei hinter Antonio José Seguro von der sozialdemokratisch orientierten Sozialistischen Partei (PS). Andere Medien hatten Àhnliche Zahlen.

Das gute Abschneiden des 43-jĂ€hrigen Ventura im Kampf um die Nachfolge des konservativen Amtsinhabers Marcelo Rebelo de Sousa (77) untermauert im EU-Land den rasanten Aufstieg der Rechtspopulisten. Nur sechs Jahre nach ihrer GrĂŒndung war Venturas Partei Chega (Es reicht) erst im Mai vorigen Jahres bereits zur zweitstĂ€rksten Kraft im Parlament in Lissabon avanciert.

In der Stichwahl werden Ventura derweil kaum Siegeschancen eingerĂ€umt. Der Grund: Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben in den Umfragen an, in einer Stichwahl auf keinen Fall fĂŒr den Rechtspopulisten stimmen zu wollen. Medien sprachen von einem erneuten Prestigeerfolg fĂŒr den aufstrebenden Politiker.

Aufgrund des knappen Rennens muss jedoch die AuszĂ€hlung der Stimmen abgewartet werden, um Gewissheit ĂŒber den Ausgang der Abstimmung zu haben. Mit aussagekrĂ€ftigen offiziellen Ergebnissen wird in der Nacht zum Montag gerechnet. Den Prognosen zufolge weiß man aber schon jetzt: Da kein Kandidat reelle Chancen auf eine absolute Mehrheit hat, wird erstmals seit 1986 bei der Wahl des Staatsoberhauptes in Portugal eine Stichwahl nötig sein.

@ dpa.de