Rechtsextremist, Wahl-Annullierung

Rechtsextremist klagt gegen Wahl-Annullierung in RumÀnien

02.01.2025 - 15:42:09

Der rumĂ€nische Rechtsextremist Georgescu wehrt sich vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte gegen die Annullierung der PrĂ€sidentenwahl, bei der er ĂŒberraschend auf Platz eins gekommen war.

Der Rechtsextremist Calin Georgescu geht juristisch gegen die Annullierung der ersten Runde der PrĂ€sidentenwahl in RumĂ€nien vor. Georgescu habe Klage beim EuropĂ€ischen Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte (EGMR) in Straßburg eingereicht, erklĂ€rte seine RechtsanwĂ€ltin Maria Vasii nach Angaben rumĂ€nischer Medien. 

Bei dem Wahlgang am 24. November hatte der rechtsextreme und russlandfreundliche Politiker völlig ĂŒberraschend den ersten Platz errungen. Das rumĂ€nische Verfassungsgericht erklĂ€rte das Ergebnis aber fĂŒr ungĂŒltig und ordnete eine Wiederholung der Wahl an, weil der gesamte Wahlprozess irregulĂ€r verlaufen sei. 

Georgescu verlangt den Angaben zufolge nun, dass der EGMR den rumĂ€nischen Staat verpflichtet, die Annullierung des ersten Wahlgangs rĂŒckgĂ€ngig zu machen und einen zweiten Wahlgang zu organisieren. Nach der Entscheidung des Verfassungsgerichts muss aber der gesamte Wahlprozess wiederholt werden, einschließlich PrĂŒfung der Kandidaten. Neue Termine dafĂŒr gibt es bisher nicht.

Gericht hatte Wahl wegen Manipulation annulliert

Das Verfassungsgericht hatte unter anderem argumentiert, bei der Wahl seien die WĂ€hler durch gesetzwidrig bevorzugte Behandlung eines Kandidaten in den sozialen Medien manipuliert worden. Der bis kurz vor der Wahl wenig bekannte Georgescu hatte vor allem auf der App Tiktok fĂŒr sich geworben. Tiktok habe es verabsĂ€umt, Georgescu als Politiker und dessen BeitrĂ€ge als Wahlwerbung zu kennzeichnen, bemĂ€ngelte RumĂ€niens Regierung. Hierzu laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Georgescu hat auch in RumĂ€nien schon versucht, sich juristisch gegen die Wahl-Annullierung zu wehren. Der Appellationsgerichtshof in Bukarest wies seinen Antrag Ende Dezember 2024 zurĂŒck. Nun steht dem KlĂ€ger noch eine Berufung vor dem obersten Gerichtshof des Landes offen.

@ dpa.de