US-Institut: Russland tÀuscht Verhandlungsbereitschaft vor
27.05.2023 - 10:10:26Russland ĂŒbt nach EinschĂ€tzung von US-Experten erneut Druck auf den Westen aus, um die Ukraine zu Verhandlungen zu drĂ€ngen. Demnach solle der Westen auf die ukrainische FĂŒhrung einwirken, die Bedingungen Russlands fĂŒr solche GesprĂ€che zu akzeptieren, hieĂ es in einer Analyse des Instituts fĂŒr Kriegsstudien ISW in Washington.
Die Experten beriefen sich auf Kremlangaben vom Freitag, wonach der russische PrĂ€sident Wladimir Putin offen sei fĂŒr Dialog. Wie in der Vergangenheit sei es nur Ziel Russlands, mit einer vorgetĂ€uschten Verhandlungsbereitschaft den Westen in seiner Hilfe fĂŒr die Ukraine zu demotivieren, hieĂ es.
Nach ISW-EinschĂ€tzung hat Russland bisher keine Voraussetzungen geschaffen fĂŒr solche Verhandlungen oder sich von seinem Maximalziel einer Kapitulation der ukrainischen Regierung verabschiedet. Es sei wahrscheinlich, dass der Kreml seine falschen Behauptungen intensiviere, bereit fĂŒr GesprĂ€che zu sein. Zugleich sehen die ISW-Experten weiter Versuche Chinas, mit seinem Sondergesandten Li Hui den Westen dazu zu drĂ€ngen, seinen Einfluss auf die Ukraine zu nutzen, um einen Waffenstillstand zu erwirken.
Die EU-Staaten und die USA haben stets betont, ihre UnterstĂŒtzung der Ukraine fortzusetzen. Das von Russland seit mehr als 15 Monaten angegriffene Land setzt auf schwere Waffen und Munition des Westens, um seine besetzten Gebiete zu befreien. Betont wird im Westen stets, dass die Ukraine selbst ĂŒber ihre Zukunft entscheiden solle.
Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, veröffentlichte indes ein Video, das Soldaten bei einem Gebet und der Vorbereitung auf die GroĂoffensive zeigt. «Es ist Zeit, sich das zurĂŒckzuholen, was uns gehört», heiĂt es in dem Video. Die Ukraine gehe in die Offensive, um ihre Gebiete von den Besatzern zu befreien und das Banner des Sieges zu hissen. Zuvor hieĂ es schon aus dem PrĂ€sidentenbĂŒro in Kiew, dass die Offensive bereits seit Tagen laufe.


