USA, Regierung

US-Repräsentantenhaus berät zu Regierungsstillstand

12.11.2025 - 04:30:18

Der Stillstand der Regierungsgeschäfte plagt die USA schon Wochen: Der Flugverkehr ist eingeschränkt, Lebensmittelhilfe fehlt. Jetzt steht eine wichtige Entscheidung an.

Das US-Repräsentantenhaus berät heute (18.00 Uhr MEZ) über einen Übergangshaushalt und damit ein mögliches Ende des Teilstillstands der Regierungsgeschäfte. Wenn das Repräsentantenhaus zustimmt, ist noch eine Unterschrift von US-Präsident Donald Trump nötig, damit der Übergangshaushalt in Kraft tritt. Dann wäre der Regierungsstillstand vorerst beendet. Zum sogenannten Shutdown kam es, weil sich Republikaner und Demokraten nicht über einen Haushalt einig wurden. 

Dieser Shutdown ist der längste der US-Geschichte: Seit 1. Oktober werden Behördenmitarbeiter nicht mehr bezahlt, Tausende Flüge wurden wegen Personalengpässen gestrichen und viele US-Amerikaner bekommen keine Lebensmittelhilfe mehr, weil ohne beschlossenen Haushalt kein Geld fließt.

Genaue Uhrzeit unklar

Wann genau in der Kammer im US-Parlament über den Übergangshaushalt abgestimmt wird, ist unklar. Das Ganze könnte sich bis Donnerstag (deutscher Zeit) hinziehen. Im Repräsentantenhaus haben die Republikaner eine knappe Mehrheit - sie stellen 219 Abgeordnete, die Demokraten 213; 3 Sitze sind aktuell vakant. Gesetze werden mit einer einfachen Mehrheit verabschiedet.

Durchbruch im Senat

Am Wochenende hatte es in der anderen Kammer im US-Parlament - im Senat - einen Durchbruch in dem Kräftemessen zwischen Demokraten und Republikaner gegeben. Einige Demokraten stimmten mit den Republikanern und machten damit den Weg frei, dass in einem weiteren Schritt über den Übergangshaushalt abgestimmt werden konnte. Der Senat beschloss am Montag den Übergangshaushalt.

Shutdown könnte wiederkommen

Wenn der Shutdown beendet werden sollte, ist das eine vorläufige Lösung. Der Übergangshaushalt würde bis Ende Januar gelten. Theoretisch kann es also sein, dass dann erneut die Regierungsgeschäfte zum Erliegen kommen, wenn es keine Einigung für einen längerfristigen Haushalt gibt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Millionen Seiten – Weitere Epstein-Dokumente veröffentlicht. Geschwärzt oder ausgespart wurde Material unter anderem zum Schutz der Opfer. Mit einiger Verspätung hat das US-Justizministerium etliche weitere Epstein-Akten veröffentlicht. (Ausland, 30.01.2026 - 20:35) weiterlesen...

«Melania» in den Kinos: Die Frau hinter Donald Trump. Und zugleich erzählt das Kinoprojekt so viel über das Weiße Haus. Wie unabhängig ist ein Film über die First Lady, wenn sie zugleich Co-Produzentin ist? «Melania» hat viel mit PR zu tun. (Unterhaltung, 30.01.2026 - 20:25) weiterlesen...

Trump: Mehr Kriegsschiffe in Richtung Iran unterwegs. Die Machthaber in Teheran wollten einen Deal eingehen, sagt er. Wenn nicht, werde man sehen, was passiert. US-Präsident Donald Trump sammelt Kriegsschiffe in der Nähe des Irans. (Ausland, 30.01.2026 - 19:09) weiterlesen...

US-Ministerium veröffentlicht weitere Epstein-Dokumente. Einige Dokumente hat das Justizministerium auch bereits veröffentlicht, aber längst nicht alle. Nun folgen viele weitere. Die Frist zur Veröffentlichung der Epstein-Akten ist längst verstrichen. (Ausland, 30.01.2026 - 17:54) weiterlesen...

Trumps Mann für die US-Notenbank: Wer ist Kevin Warsh?. Dort droht ein schwieriger Spagat. Er könnte die verantwortungsvollste Aufgabe der Finanzwelt übernehmen: Der 55-jährige Kevin Warsh soll nach Trumps Willen Jerome Powell an der Fed-Spitze ablösen. (Politik, 30.01.2026 - 16:31) weiterlesen...

Trump nominiert Kevin Warsh als neuen Fed-Chef. Jetzt ist klar, wer es sein soll. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Seit Wochen hatte US-Präsident Trump in Aussicht gestellt, einen Nachfolger für Fed-Chef Powell zu benennen. (Politik, 30.01.2026 - 12:56) weiterlesen...