Nato-GeneralsekretÀr, Trump

Nato-GeneralsekretÀr erwartet mit Trump neue Geld-Debatte

07.11.2024 - 12:34:08 | dpa.de

Der Streit um Verteidigungsausgaben brachte die Nato in der ersten Amtszeit von Trump zeitweise an den Rand des Abgrunds. Wird es nun noch schlimmer?

  • Will Alliierte zu Verteidigungsausgaben in Höhe von drei Prozent des BIP verpflichten: Der gewĂ€hlte US-PrĂ€sident Trump. (Archivbild) - Foto: Ting Shen/XinHua/dpa
  • Trump hat recht, sagt Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte. - Foto: Petr Josek/AP/dpa
Will Alliierte zu Verteidigungsausgaben in Höhe von drei Prozent des BIP verpflichten: Der gewÀhlte US-PrÀsident Trump. (Archivbild) - Foto: Ting Shen/XinHua/dpa Trump hat recht, sagt Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte. - Foto: Petr Josek/AP/dpa

Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte erwartet wegen Donald Trumps Wahlsieg neue Diskussionen ĂŒber die Höhe der Verteidigungsausgaben der BĂŒndnismitglieder. Der designierte US-PrĂ€sident habe vollkommen recht, dass man mit Ausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts die Ziele im Bereich der VerteidigungsfĂ€higkeit nicht erreichen werde, sagte der frĂŒhere niederlĂ€ndische Regierungschef am Rande eines Gipfeltreffens der EuropĂ€ischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Budapest. Es werde deutlich mehr als zwei Prozent brauchen.

Der Republikaner Trump hatte im Wahlkampf angekĂŒndigt, sich in der Nato dafĂŒr einsetzen zu wollen, dass alle BĂŒndnismitglieder kĂŒnftig drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts fĂŒr Verteidigung ausgeben. Das aktuelle Nato-Ziel sieht lediglich eine Mindestquote in Höhe von zwei Prozent vor.

Rutte sieht mehrere Optionen 

Rutte erklĂ€rte, eine Frage sei nun, ob man ein neues Budget-Ziel fĂŒr alle Mitgliedstaaten festlege oder ob man mit Zielen fĂŒr VerteidigungsfĂ€higkeiten arbeite. Im letzten Szenario könnten LĂ€nder weniger ausgeben, wenn sie das Geld besonders effizient ausgeben.

Nach den jĂŒngsten öffentlichen Nato-Zahlen werden in diesem Jahr rund zwei Drittel der 32 Nato-Staaten das Zwei-Prozent-Ziel erreichen. Die Bundesregierung hat dem BĂŒndnis fĂŒr dieses Jahr Verteidigungsausgaben in Höhe von rund 90,6 Milliarden Euro gemeldet. SchĂ€tzungen aus dem Monat Juni zufolge könnte dies einem BIP-Anteil von etwa 2,1 Prozent entsprechen.

Bedrohungen auch fĂŒr die USA

Zur Zusammenarbeit mit dem kĂŒnftigen US-PrĂ€sidenten sagte Rutte, er freue sich darauf, mit ihm zu besprechen, was man zusĂ€tzlich tun könne, um den aktuellen Bedrohungen noch besser gemeinsam zu begegnen. Als ein Beispiel fĂŒr diese nannte Rutte die enge Zusammenarbeit zwischen China, Nordkorea, Russland und dem Iran. Dass Russland im Austausch fĂŒr die UnterstĂŒtzung Nordkoreas im Krieg gegen die Ukraine moderne Technologie nach Nordkorea liefere, sei auch fĂŒr das amerikanische Festland eine Bedrohung, sagte er mit Blick auf die Entwicklung von Langstreckenraketen.

In der Nato hĂ€tten die meisten Mitgliedstaaten einen Wahlsieg von US-VizeprĂ€sidentin Kamala Harris bevorzugt. Äußerungen Trumps hatten in der Vergangenheit Zweifel daran geweckt, ob die USA unter seiner FĂŒhrung uneingeschrĂ€nkt zur Beistandsverpflichtung stehen wĂŒrden. Bereits in seiner Amtszeit von 2017 bis 2021 wetterte er immer wieder ĂŒber die seiner Ansicht nach zu niedrigen Verteidigungsausgaben von europĂ€ischen Alliierten und drohte zeitweise sogar mit einem Austritt der USA aus dem BĂŒndnis.

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