Jina Mahsa Amini, Protest

Iran: ProtestfĂŒhrer festgenommen und Panzer verlegt

13.09.2023 - 13:34:12

Der Tod von Jina Mahsa Amini löste die schwersten Proteste seit Jahrzehnten aus. Jetzt soll es zu Festnahmen gekommen sein - unter anderem in Deutschland. Aber auch im Iran passiert einiges.

  • Kurz vor dem Jahrestag des Protestbeginns ist die Lage im Iran angespannt. - Foto: Monika Skolimowska/dpa

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  • Iraks Außenminister Fuad Hussein (l) und sein iranischer Kollege Hossein Amirabdollahian treffen sich zu GesprĂ€chen. - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

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Kurz vor dem Jahrestag des Protestbeginns ist die Lage im Iran angespannt. - Foto: Monika Skolimowska/dpaIraks Außenminister Fuad Hussein (l) und sein iranischer Kollege Hossein Amirabdollahian treffen sich zu GesprĂ€chen. - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

Irans Geheimdienst hat die Festnahme mehrerer angeblicher «AnfĂŒhrer» von Protesten im Ausland gemeldet. Das Justizportal Misan veröffentlichte dazu ein Video, das GestĂ€ndnisse mehrerer MĂ€nner zeigen soll.

Sie seien in den USA, Deutschland und Großbritannien als «AnfĂŒhrer» von Demonstrationen in Erscheinung getreten, hieß es in dem Bericht. Wann und wo der Geheimdienst die MĂ€nner festnahm, wurde nicht gesagt. Die Echtheit der GestĂ€ndnisse lĂ€sst sich wie ĂŒblich in diesen FĂ€llen nicht unabhĂ€ngig verifizieren.

Der Bericht wurde kurz vor dem ersten Todestag der Protestikone Jina Mahsa Amini veröffentlicht. Die junge Frau war am 16. September 2022 im Polizeigewahrsam gestorben, nachdem SittenwÀchter Amini zuvor wegen eines angeblich schlecht sitzenden Kopftuchs festgenommen hatten. Ihr Tod löste die schwersten Proteste seit Jahrzehnten aus. Rund um den Jahrestag des Protestbeginns vom Herbst vergangenen Jahres ist die Lage im Iran angespannt.

Irans Revolutionsgarden verlegen Panzer an Grenze zum Irak

Irans Revolutionsgarden (IRGC) verlegen indes Panzer und Artillerie an die Grenze zum Irak. Bilder und Videos der Nachrichtenagentur Tasnim, die der Eliteeinheit nahe steht, zeigten MilitÀrkonvois auf dem Weg in das Grenzgebiet.

Hintergrund ist dem Bericht zufolge ein Ultimatum der iranischen StaatsfĂŒhrung an den Irak. Teheran fordert vom Nachbarland, kurdische Separatistengruppen zu bekĂ€mpfen.

Nach Angaben aus Teheran hatte sich der Irak Ende August in einem Abkommen beider LĂ€nder dazu verpflichtet, kurdische Widerstandsgruppen auf eigenem Staatsgebiet zu entwaffnen. Außenamtssprecher Nasser Kanaani sagte damals, es gelte ein Ultimatum bis zum 19. September, die PlĂ€ne umzusetzen. Heute traf Iraks Außenminister Fuad Hussein fĂŒr GesprĂ€che in Teheran ein.

@ dpa.de