Italiens, Regierungschefin

Italiens Regierungschefin lobt Musk als «genialen Mann»

03.01.2025 - 10:07:28

Der Trump-Berater mischt sich jetzt immer mehr in die europĂ€ische Politik ein. In Deutschland bekamen das auch Kanzler und BundesprĂ€sident zu spĂŒren. Italiens MinisterprĂ€sidentin nimmt ihn in Schutz.

Italiens rechte MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni hat den US-MilliardĂ€r Elon Musk gegen Kritik aus anderen europĂ€ischen HauptstĂ€dten in Schutz genommen. In einem Interview der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera» bezeichnete Meloni den Berater des baldigen PrĂ€sidenten Donald Trump als «genialen Mann». «Er ist eine große Persönlichkeit unserer Zeit, ein außergewöhnlicher Innovator, der immer die Zukunft im Blick hat.»

Die Vorsitzende der rechten Partei Fratelli d'Italia (BrĂŒder Italiens) Ă€ußerte sich auch zu ihrem persönlichen VerhĂ€ltnis zu Tesla-GrĂŒnder Musk. «Wir sind definitiv zwei Menschen, die eine sehr gute Beziehung haben», sagte Meloni. «Er ist ein genialer Mann und es ist immer sehr interessant, sich mit ihm auseinanderzusetzen.» 

Auch Italiens PrÀsident Mattarella wehrte sich gegen RatschlÀge

Musk versucht seit dem Trump-Sieg in den USA zunehmend, mit Äußerungen auf verschiedenen KanĂ€len auch auf die Politik in Europa Einfluss zu nehmen. Dazu gehörte, dass er BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier als «Tyrannen» und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als «Trottel» bezeichnete. Inzwischen gibt es von verschiedener Seite Forderungen, seinen Einfluss zu begrenzen. Auch Italiens Staatschef Sergio Mattarella wehrte sich gegen RatschlĂ€ge von außerhalb.

Meloni, die mit Musk ein freundschaftliches VerhĂ€ltnis pflegt, verteidigte ihn jedoch. Der mutmaßlich reichste Mann der Welt hatte vergangenes Jahr eine Laudatio auf die MinisterprĂ€sidentin gehalten, als sie in den USA eine Auszeichnung erhielt. Die Italienerin gilt von den Regierungschefs der großen EU-Staaten aktuell als diejenige mit den besten Beziehungen zum Trump-Lager. 

Meloni: Musk fĂŒr manche frĂŒher ein Genie, jetzt Monster

In dem Interview mit der Wochenendbeilage «Sette» der Tageszeitung sagte Meloni weiter, es gebe zwischen ihr und Musk natĂŒrlich auch «Dinge, bei denen wir weiter voneinander entfernt sind». Manche hĂ€tten Musk jedoch bis gestern als Genie gepriesen und stellten ihn heute als Monster dar, nur weil er das «falsche» Lager gewĂ€hlt habe.

@ dpa.de