Ukrainische Drohnen greifen russische MilitÀrflugplÀtze an
01.06.2025 - 19:37:39Der ukrainische Geheimdienst SBU hat in einer koordinierten Aktion mehrere russische MilitĂ€rflughĂ€fen attackiert und dabei nach eigener Darstellung ĂŒber 40 Kampf- und AufklĂ€rungsflugzeuge zerstört. Das russische Verteidigungsministerium bestĂ€tigte den Drohnenangriff am frĂŒhen Abend und sprach von «TerroranschlĂ€gen» auf MilitĂ€rflughĂ€fen in den Regionen Iwanowo, Rjasan, Amur, Murmansk und Irkutsk.
Die Angriffe in den Regionen Iwanowo, Rjasan und Amur seien abgewehrt worden, hieà es aus Moskau. In den Regionen Murmansk und Irkutsk seien einige Flugzeuge durch Drohnenangriffe in Brand geraten. Die BrÀnde wurden demnach gelöscht. Es habe weder unter MilitÀrangehörigen noch unter Zivilisten Verletzte gegeben.
Kiew nennt Angriff «Aktion Spinnennetz»
Nach ukrainischen Angaben wurden bei der «Aktion Spinnennetz» Kampfflugzeuge vom Typ Tupolew Tu-95 sowie Tu-22 und spezielle FrĂŒhwarnflugzeuge Berijew A-50 zerstört. Nach offiziell unbestĂ€tigten Berichten setzte der ukrainische Geheimdienst Kampfdrohnen ein, die von Verstecken in HolzhĂ€usern gestartet wurden, die auf Lastwagen verladen waren. «Zum richtigen Zeitpunkt wurden die DĂ€cher ferngesteuert geöffnet, und die Drohnen flogen, um russische Bomber anzugreifen», hieĂ es. Eine unabhĂ€ngige BestĂ€tigung war nicht möglich.
Die an der Aktion beteiligten Agenten seien bereits in die Ukraine zurĂŒckgekehrt, so der SBU. Sollte Russland von Festnahmen berichten, so diene diese Behauptung «nur fĂŒr das heimische Publikum». Am frĂŒhen Abend berichteten die russischen SicherheitskrĂ€fte nach Angaben der Staatsagentur Tass, dass einige Beteiligte festgenommen worden seien.
Der Plan sei von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ĂŒberwacht worden, berichtete Ukrinform. Die Vorbereitungen zu dem Angriff dauerten demnach knapp eineinhalb Jahre. Die Agentur Ukrinform zeigte Fotos von den fĂŒr den speziellen Einsatz vorbereiteten Drohnen.


