Selenskyj bekrĂ€ftigt Bedingungen fĂŒr Wahl
11.02.2026 - 23:04:50Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat eine PrĂ€sidentenwahl in seinem kriegsgeplagten Land erneut an die Sicherheitslage gebunden. «Wir können zu Wahlen ĂŒbergehen, wenn es alle entsprechenden Sicherheitsgarantien gibt», teilte Selenskyj in sozialen Medien mit. Wenn es einen Waffenstillstand gebe, werde es Wahlen geben. Damit reagierte er auf einen Bericht der «Financial Times».
Die britische Zeitung hatte berichtet, dass Selenskyj unter Druck der USA plane, eine PrĂ€sidentenwahl und ein Friedensreferendum noch vor dem 15. Mai anzusetzen. Selenskyj könnte bereits am 24. Februar, dem vierten Jahrestag der russischen Invasion, die Wahl ausrufen, hieĂ es in dem Bericht weiter. Die Zeitung berief sich auf ukrainische und westliche Verantwortliche, die mit den Ăberlegungen vertraut seien, zitierte aber nicht Selenskyj selbst.
In seinem Post schrieb er auch, dass der 24. Februar ein sehr ernstes Datum sei. Selbst wenn es Schritte zur AnnĂ€herung an Wahlen gegeben hĂ€tte, halte er es fĂŒr eine dumme Idee, ein solches Datum zu wĂ€hlen, um ĂŒber Politik zu sprechen.
Selenskyj: USA knĂŒpfen Sicherheitsgarantien nicht an Wahlen
Ukrainischen Medien zufolge wies Selenskyj vor Journalisten zurĂŒck, dass die USA damit drohten, ihre Sicherheitsgarantien zurĂŒckzuziehen. Die USA knĂŒpften diese nicht an Wahlen, fĂŒhrte er den ukrainischen Medienberichten zufolge aus. Die USA hĂ€tten das Thema Wahlen angesprochen, sagte er demnach, habe aber auf Details nicht eingehen wollen.Â
Die Forderung nach einer PrĂ€sidentenwahl in der Ukraine stammt ursprĂŒnglich aus Moskau, weil der Amtsinhaber Selenskyj angeblich kein legitimer Ansprechpartner sei. US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich die Forderung aber zu eigen gemacht. Kiew verweist bislang darauf, dass eine Wahl wegen des geltenden Kriegsrechts nicht stattfinden könne. Zudem sei die Abstimmung unter russischen Angriffen, mit Hunderttausenden MĂ€nnern an der Front und Millionen von FlĂŒchtlingen im In- und Ausland, nicht zu organisieren.
Selenskyj sagte bereits im vergangenen Dezember, dass er bereit zu Wahlen sei, wenn die USA und Europa die Sicherheit gewĂ€hrleisteten. Selenskyj hat auch das Parlament beauftragt, die nötigen GesetzesĂ€nderungen fĂŒr eine Wahl zu Kriegszeiten vorzubereiten.Â
Dass es unter geltendem Kriegsrecht keine Neuwahl geben kann, ist keine ukrainische Besonderheit, sondern in vielen LĂ€ndern der Welt gĂ€ngige Praxis. Russland ĂŒberzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
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