Selenskyj, GesprÀchen

Selenskyj zu GesprĂ€chen in der TĂŒrkei erwartet

08.03.2024 - 11:51:38

Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj reist zu GesprĂ€chen in die TĂŒrkei. Ankara hatte sich zuletzt erneut als Vermittler bei Kriegsgegner Russland angeboten.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj wird an diesem Freitag zu GesprĂ€chen in der TĂŒrkei mit seinem Kollegen Recep Tayyip Erdogan erwartet. Hauptthema ist nach Angaben des PrĂ€sidialamts in Ankara vom spĂ€ten Donnerstagabend der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sein. Dabei sollen Wege fĂŒr einen «permanenten Frieden in der Region» erörtert werden.

Das PrĂ€sidentenbĂŒro in Kiew bestĂ€tigte den Besuch und die GesprĂ€che fĂŒr eine mögliche Friedenslösung. Als Schwerpunkte aus ukrainischer Sicht wurden der geplante Friedensgipfel in der Schweiz, die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer und die Freilassung ukrainischer Kriegsgefangener genannt. 

Selenskyj besichtigt demnach auch eine Werft mit im Bau befindlichen Kriegsschiffen fĂŒr die ukrainische Marine. In einer Werft in Istanbul sind zwei Korvetten im Bau. Darunter das neue Flagschiff «Hetman Iwan Masepa», das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Es seien weitere Treffen mit Vertretern der tĂŒrkischen RĂŒstungsindustrie geplant.

GesprĂ€che ĂŒber Fortsetzung des Getreideabkommens

Ankara beabsichtige zudem, ĂŒber die Fortsetzung des sogenannten Getreideabkommens zu reden, hieß es weiter. Dabei handelt es sich um russische Sicherheitsgarantien fĂŒr ukrainische Getreideexporte ĂŒber das Schwarze Meer. Die TĂŒrkei und die Vereinten Nationen hatten den Deal vermittelt. 

Nach dem Auslaufen des Abkommens im vergangenen Sommer hatte Kiew allerdings einen eigenen Korridor entlang der KĂŒstenlinie eingerichtet, ĂŒber den Frachter sicher ukrainische HĂ€fen anlaufen können. Die russische Schwarzmeerflotte war zuvor vor allem durch Seedrohnenangriffe aus dem Westteil des Schwarzen Meeres verdrĂ€ngt worden. Kiewer Angaben zufolge haben die Seeexporte aus den drei HĂ€fen um die sĂŒdukrainische Stadt Odessa im Januar bereits wieder Vorkriegsniveau erreicht. 

@ dpa.de